Dem Autor Matthias Nawrat wird am 25. Februar im Roten Rathaus in Berlin der "Berliner Literaturpreis der Stiftung Preußische Seehandlung" verliehen. Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert.
Matthias Nawrat wurde 1979 in Opole, in Polen, geboren, kam im Alter von zehn Jahren mit seiner Familie nach Deutschland und lebt heute in Berlin. In seinem sechs Romane, Essays und einen Gedichtband umfassenden Werk setzt er sich mit der jüngeren europäischen Geschichte, mit Nationalsozialismus und Stalinismus sowie den Folgen für die Gegenwart auseinander.
"Wenn Matthias Nawrat in seinen Texten, seien es Romane, Essays oder Gedichte, den europäischen Raum erkundet, dann erkundet er ihn wie ein Archäologe, der behutsam die historischen Sedimentschichten abträgt", so die Jury-Begründung. "Ebenso behutsam, nie auftrumpfend, dabei zugleich von äußerster Präzision und poetischer Strahlkraft ist seine Sprache."
"Herzlichen Glückwunsch an Matthias Nawrat! Dass er drei Jahre nach dem Fontane-Literaturpreis nun auch den Berliner Literaturpreis erhält, ist nicht nur eine Bestätigung seines herausragenden literarischen Talents, sondern auch ein wunderbares Signal für unsere Stadt. Für die anstehende Preisverleihung und sein weiteres Schaffen wünsche ich Matthias Nawrat alles Gute, weiterhin viel Inspiration und natürlich die Freude am Schreiben, die in jeder seiner Zeilen spürbar ist", so Bürgermeister Nico Ruhle.
Im Jahr 2023 wurde der Autor für sein Werk "Gebete für meine Vorfahren" mit dem mit 40.000 Euro dotierten "Fontane-Literaturpreis der Fontanestadt Neuruppin und des Landes Brandenburg" ausgezeichnet. Der Preis soll Autoren und Autorinnen dabei unterstützen ihre schriftstellerische Laufbahn zu verfolgen.