Das ausgezeichnete Buch: Hervé Giraud – La cabane de la fin du monde Éditions Thierry Magnier | ab 9 Jahre
Hervé Giraud begann seine berufliche Laufbahn als Journalist, bevor er sich dem Schreiben von Kinder- und Jugendliteratur widmete. Sein Roman „Le Garçon qui croyait qu’on ne l’aimait plus“ (Seuil Jeunesse) stand 2022 auf der Shortlist des Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreises.
Die Jury-Begründung: "Um dem angekündigten Sturm zu trotzen, beschließt eine Gruppe von Kindern, eine Hütte zu bauen und diesen Moment, den sie sich als Weltuntergang vorstellen, gemeinsam dort zu verbringen. In diesem improvisierten Kammerspiel kommen jedoch die Spannungen, Zugehörigkeiten, Rivalitäten und Missverständnisse ans Licht, die ihre kleine Gemeinschaft durchziehen. Zwischen Loyalitätskonflikten, Vorurteilen, dem Wunsch nach Akzeptanz und dem Bedürfnis nach Freundschaft verläuft nichts wie geplant. Hervé Giraud inszeniert mit bemerkenswerter Genauigkeit eine Gruppe von Kindern: Jede Figur wird sowohl in ihrer Einzigartigkeit als auch in der Komplexität ihrer Beziehungen erfasst. Hinter der Fassade eines humorvollen Abenteuers greift der Roman ohne Schwere sehr aktuelle Themen auf — religiöse Identitäten, ererbte Rivalitäten, Ausgrenzung, Klima, prekäre Umstände — und bleibt dabei ganz nah an den kindlichen Emotionen. Besonders berührend ist die Art und Weise, wie Fantasie, Spiel und gemeinsam erlebte Angst zum Spiegel der Verletzlichkeiten ebenso wie der Möglichkeiten werden. Ein lebendiger, witziger und einfühlsamer Roman, der mit feinem Gespür von Toleranz, Freundschaft und dem Erlernen des Zusammenlebens erzählt."
Die Mitglieder beider Jurys finden sich: hier
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