Jurysprecherin Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, sagt in der Mitteilung Folgendes zur Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2026: "Was kommt? Was bleibt? So unsicher die Gegenwart auch sein mag, erweist sie sich doch als Nährboden für eine großartige Literatur. Die sechs Romane der Shortlist zeugen davon. Sie schärfen den Blick auf Vergangenes. Sie deuten auf politische Verbrechen und zeigen den Kampf dagegen in zaghaften oder waghalsigen Schritten. Sie erzählen von Träumen und Möglichkeiten des Individuums, den eigenen Weg zu gehen, die Gesetze der Wissenschaft zu nutzen, die Freiheit der Kunst zu spüren und ein Miteinander zu erproben. Wir lesen auf vielfach unerwartete Weise von Sehnsucht, Freundschaft, Liebe und Gewalt. Wir sind begeistert davon, welch ästhetischer Reichtum in diesen Büchern steckt, welche Sprachlust. Und es gibt immer noch Grund zu lachen."
Die Jury hat diese sechs Romane für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2026 ausgewählt:
- Shida Bazyar: Die Lücken (Kiepenheuer & Witsch, September 2026)
- Franziska Gänsler: Orca (Kein & Aber, August 2026)
- Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle (S. Fischer, August 2026)
- Elias Hirschl: Schleifen (Paul Zsolnay, Januar 2026)
- Peggy Mädler: Selbstregulierung des Herzens (Galiani Berlin, Februar 2026)
- Dana Vowinckel: Anton und Alma (Suhrkamp, September 2026)