20 Romane sind nominiert

Das ist die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2026

11. August 2026
Redaktion Börsenblatt

20 Romane hat die Jury für den Deutschen Buchpreis 2026 nominiert – und dafür 205 Titel gesichtet. "Wie soll man sich zurechtfinden in einer Welt, in der Verunsicherung um sich greift?", fragt die Jury in der Pressemitteilung. Und ist überzeugt: "Lesen hilft." Hier kommen ihre 20 Bücher dafür. 

DeutscherBuchpreis2026

Die 205 eingereichten Titel sind zwischen Oktober 2025 und dem 8. September 2026 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen oder erscheinen noch, teilt der Börsenverein zur Veröffentlichung der Longlist mit.

Jurysprecherin Cornelia Geißler, Berliner Zeitung sagt : "Das Vergangene ergründen, um Gegenwart zu verstehen – das findet sich in unserer Auswahl der Romane des Jahres 2026 auf ganz unterschiedliche Weisen. Fragmentarische Formen von bezwingender Vielschichtigkeit haben wir ebenso aufgenommen wie große, mitreißende Erzählungen über lange Zeiträume. Wir sind sehr angetan davon, wie markant und erhellend biografische Mehrsprachigkeit in literarischen Reichtum mündet. Stilbewusst, innovativ, durchaus auch mit Witz zeigen die Autorinnen und Autoren die Verletztheit ihrer Figuren, begleiten Aufbrüche in eine andere Zukunft. Wie soll man sich zurechtfinden in einer Welt, in der Verunsicherung um sich greift? Wir sind überzeugt: Lesen hilft. Dies sind die Bücher dafür."

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Shida Bazyar: Die Lücken (Kiepenheuer & Witsch, September 2026)  

  • Helene Bukowski: Wer möchte nicht im Leben bleiben (claassen, Februar 2026)  

  • Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter (Hanser, Februar 2026)  

  • Muri Darida: King Cobra (dtv, März 2026)  

  • Alisha Gamisch: Parasiti (Voland & Quist, März 2026)  

  • Franziska Gänsler: Orca (Kein & Aber, August 2026)  

  • Tomer Gardi: Liefern (Tropen, Februar 2026)  

  • Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle  (S. Fischer, August 2026)   

  • Elias Hirschl: Schleifen (Paul Zsolnay, Januar 2026)  

  • Svenja Leiber: Nelka (Suhrkamp, Februar 2026)  

  • Leh-Wei Liao: Glaszeit (Luchterhand, August 2026)  

  • Peggy Mädler: Selbstregulierung des Herzens (Galiani Berlin, Februar 2026)  

  • Giuliano Musio: Aus anderem Holz (Luftschacht, September 2026)  

  • Yade Yasemin Önder: Anti Müller (park x ullstein, Februar 2026)  

  • Lukas Rietzschel: Sanditz (dtv, März 2026)  

  • Ingo Schulze: Das Wasser im August (S. Fischer, August 2026)  

  • Heinz Strunk: Memories of Heidelberg (Rowohlt, Juli 2026)  

  • Karosh Taha: Gulistan (DuMont, August 2026)  

  • Lilli Tollkien: Mit beiden Händen den Himmel stützen (Aufbau, März 2026)  

  • Dana Vowinckel: Anton und Alma (Suhrkamp, September 2026)  

Die Jury 2026:

Die Mitglieder der Jury vor einer blauen Wand.

Die Jury des Deutschen Buchpreises 2026. V.l.n.r.: Adam Soboczynski, Stefanie Kreuzer, Theresa Donner, Emily Grunert, Cornelia Geißler, Maha El Hissy, Jan Ehlert

Der Jury gehören neben Cornelia Geißler an: Theresa Donner (Buchhandlung heiter bis wolkig, Halle an der Saale), Jan Ehlert (NDR), Maha El Hissy (freie Kritikerin), Cornelia Geißler (Berliner Zeitung), Emily Grunert (Literaturbüro NRW), Stefanie Kreuzer (Universität Kassel) und Adam Soboczynski (DIE ZEIT).

So geht es weiter:

Im nächsten Schritt wählen die Jurymitglieder aus den Titeln der Longlist sechs Romane für die Shortlist aus, die am 8. September 2026 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autor:innen, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der oder die Preisträger:in erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalist:innen erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet am 5. Oktober 2026 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt und wird live übertragen. 

Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins vergeben. Hauptförderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main.  

Die nominierten Romane kennenlernen: Leseproben und Blogger:innen-Rezensionen

In Kürze ist das Taschenbuch "Deutscher Buchpreis 2026: Die Nominierten" deutschlandweit in vielen Buchhandlungen kostenlos erhältlich. Es enthält Leseproben aller Bücher und Informationen zu den Autor:innen und lädt zum Entdecken der Geschichten ein. Die Leseproben erscheinen in Kooperation mit AZ Druck und Datentechnik, Kempten. 

Unter dem Hashtag #buchpreisbloggen stellen in den kommenden Wochen 20 Literaturblogger:innen je einen nominierten Titel vor. Die Rezensionen werden unter www.deutscher-buchpreis.de/news gesammelt und über die Social-Media-Kanäle des Deutschen Buchpreises geteilt.