Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur

Großer Preis an Filmregisseur Marcus H. Rosenmüller

23. September 2026
Redaktion Börsenblatt

Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur verleiht 2026 wieder den Großen Preis und die Volkacher Taler sowie erstmals einen Sonderpreis gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben. Das sind die Preisträger:innen.

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Großer Preis an Marcus H. Rosenmüller

Der mit 5.000 Euro dotierte Große Preis geht 2026 an den Regisseur und Drehbuchautor Marcus H. Rosenmüller (München), teilt die Akademie mit. Er wird für seine Filme, die Komödie, Heimat und die Perspektive von Kindern und Jugendlichen auf eine einzigartige Weise verknüpfen, gewürdigt.

Rosenmüller, 1973 in Hausham geboren, dreht seit über 25 Jahren Filme. Schon mit dem Abschluss seines Studiums an der Hochschule für Fernsehen und Film München gewann er 1999 für den Kurzfilm "Nur Schreiner machen Frauen" glücklich den Deutschen Filmschulpreis in Gold. Bundesweit erfolgreich wurde 2006 sein erster Kinofilm "Wer früher stirbt ist länger tot", für den er das Drehbuch schrieb und dann selbst Regie führte. Der Film nimmt die Perspektive eines bayerischen Dorfjungen ein, der aus Angst vor Fegefeuer und ewiger Verdammnis eine turbulente Verwechslungskomödie ins Rollen bringt. Die witzig und nicht selten respektlos dargestellte Welt der Erwachsenen bleibe aber nicht bei bloßem Schabernack stehen, sondern nehme die Ängste der Kinder in grotesker Überzeichnung ernst. Rosenmüller habe damit höchst originell die Tradition der Lausbuben-Geschichte in Mundart weitergeschrieben. Es folgten zahlreiche weitere Filme. Rosenmüller erzähle Geschichten von und für große wie kleine Leute.

Seit 2022 ist Rosenmüller auch Regisseur für die "Neuen Geschichten vom Pumuckl", die die Geschichten von Ellis Kaut mit Herz und Verstand fortsetzen. Rosenmüller sei damit wohl der lebendigste Filmemacher in der Tradition der bayerischen Volksgeschichten.

Die Laudatio auf den Träger des Großen Preises 2026 spricht Max von Thun.