Starkes Bestsellergeschäft

Bastei Lübbe erhöht Prognose

22. Januar 2021
von Börsenblatt

Auch dank eines fulminanten Weihnachtsgeschäfts rechnet Bastei Lübbe mit mehr Umsatz und Gewinn. Unter den Supersellern ist auch das Buch eines bekannten Aktionärs.

Joachim Herbst

Der Kölner Publikumsverlag Bastei Lübbe AG erwartet aufgrund der vorläufigen Zahlen aus dem Weihnachtsgeschäft eine deutliche Verbesserung von Konzern-Umsatz und Konzernergebnis für das laufende Geschäftsjahr 2020/2021:

  • Das Unternehmen rechnet nun mit einem Umsatz von ca. 90 Mio. Euro
  • bisher erwarteten die Kölner rund 85 Mio. Euro. Das ist ein Anstieg um rund 6 Prozent.
  • Auch das Konzernergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) soll nun mit einer Spanne von 7 bis 8 Mio. Euro oberhalb der bisherigen Prognose von 5 bis 6 Mio. Euro liegen und folgt dem Anstieg des Umsatzes.

„Trotz erschwerter COVID-19-Rahmenbedingungen konnten wir mit unserem attraktiven Programmmix aus Neuerscheinungen, Backlisttiteln und digitalen Angeboten unsere Leserinnen und Leser im Weihnachtsgeschäft überzeugen und unseren Wachstumskurs fortsetzen“, sagt Joachim Herbst, Vorstandssprecher der Bastei Lübbe AG.

Umsatzplus durch Bestseller und Digitalgeschäft

Die positive Entwicklung resultiere aus den höher als erwartet ausgefallenen Umsatzbeiträgen der Neuerscheinungen von Bestsellerautoren, wie Ken Follett und Dirk Roßmann, deren neue Werke im Herbst erschienen sind. Gleichzeitig habe sich aber auch die Nachfrage nach Titeln aus dem Backlistbereich deutlich erhöht, so Bastei Lübbe Dazu beigetragen hätten nahezu alle Programmsegmente. Überproportional zum Markt habe sich der Absatz im digitalen Bereich erhöht. Diese Umsatzsteigerung führe zu einem veränderten Produktmix. Auf der Kostenseite wirkten sich darüber hinaus Kostensenkungsmaßnahmen aus, die seit Oktober 2020 im Hinblick auf die drohenden Pandemierisiken umgesetzt wurden.

Dividenden werden ausgeschüttet

„Wir freuen uns, wenn wir die Aktionärinnen und Aktionäre von Bastei Lübbe am Erfolg des laufenden Geschäftsjahres beteiligen können und planen daher, der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende vorzuschlagen“, so Herbst weiter.

Corona als Stresstest

Der Vorstand von Bastei Lübbe wies darauf hin, dass die bestehende Lockdown-Situation weiterhin "eine hohe und schwer zu prognostizierende Risikovolatilität" erzeuge.

Der Aktienkurs für Bastei Lübbe hatte durch die Meldung am Freitagmorgen um 1,5 Prozentpunkte zunächst leicht zugelegt.

Eine Börsenblatt-Anfrage zu Buchpartner hat Bastei Lübbe zurückgewiesen. Zeitfracht hatte die Mehrheit am Rackjobber von der Familie Gellert übernommen, zuvor war Buchpartner Teil von Bastei Lübbe gewesen, vor zwei Jahren hatte die Familie Gellert aber die Anteile wieder zurückgekauft. Gerüchteweise wollte Bastei Lübbe seine Anteile aber wieder aufstocken - stattdessen war es aber zur Übernahme durch Zeitfracht gekommen.

 

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