Geschichte

"Content first"

18. März 2026
Stefan Hauck

Herder wächst erkennbar im Segment Geschichte. Welche Strategie dahinter steht, welche Ziele erreicht wurden und welche Rolle die Übernahme von Teilen der WBG spielt, erläutern die Herder-Geschäftsführer Simon Biallowons und Philipp Lindinger im Gespräch.

Philipp Lindinger und Simon Biallowons, Herder Verlag

Philipp Lindinger (links)  und Simon Biallowons (rechts)

Warum hat Herder Teile der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft WBG übernommen?

Simon Biallowons: Im Sachbuchmarkt herrscht ein starker Konzentrations- und Verdrängungswettbewerb. Marktanteile waren immer wichtig, werden aber noch wichtiger. Deshalb hatten wir uns bereits 2017 entschieden, den Bereich Geschichte aufzubauen. Zu Beginn umfasste unser historisches Programm drei Titel pro Halbjahr. Programmleiter war und ist Patrick Oelze, der die Programmentwicklung maßgeblich voranbringt und den Umfang des Programms kontinuierlich gesteigert hat. Mit der Übernahme von Teilen der wbg im Jahr 2024 haben wir einen starken Impuls gesetzt, um inhaltlich breiter zu werden und uns nicht mehr allein auf die Zeitgeschichte zu konzentrieren. Das zahlt sich jetzt schon aus. Viele Epochen stoßen auf großes Interesse bei unseren Leserinnen und Lesern, zum Beispiel: Titel wie Kai Lehmanns Darstellung frühneuzeitlicher Alltagsgeschichte am Beispiel eines Henkers oder Eric Clines "Nach 1177 v. Chr." zur Eisenzeit gehören zu unseren erfolgreichsten Büchern in diesem Bereich.