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Deutscher Sachbuchpreis 2026: die nominierten Titel

21. April 2026
Redaktion Börsenblatt

Das sind die Themen der Zeit, klug vermittelt: Acht Titel hat die Jury des Deutschen Sachbuchpreises für die Auszeichnung nominiert. 239 Bücher aus 132 Verlagen waren für die Auszeichnung eingereicht worden.

Nominierte Bücher für den Deutschen Sachbuchpreis 2026

Nominierte Bücher für den Deutschen Sachbuchpreis 2026

"Was soll ich tun? Diese kantische Grundfrage passt am besten zur diesjährigen Liste der nominierten Titel für den Deutschen Sachbuchpreis. Angesichts drängender ethischer Fragen der Gegenwart ermöglichen die Bücher Orientierung, indem sie vorausblicken und zurückschauen, den Blick in die Weite richten oder ein Problem besonders scharf konturieren", sagt Jurysprecher Pascal Mathéus, Buchhandlung Wassermann in Hamburg Blankenese.

Er fügt an: "Es handelt sich um historische, politische und medizinische Zugriffe, die notwendigerweise nur einen Ausschnitt liefern können. Die Jury hofft aber, dass dieser Ausschnitt möglichst breit und vielfältig geraten ist. Besonderen Wert hat die Jury auf die sprachliche Gestalt gelegt. In Zeiten explodierender Textfluten aus künstlichen Quellen, erscheint die sprachliche Durchdringung der Gegenwart in einer verständlichen Weise als Wert an sich."

Der Jury gehören neben Pascal Mathéus an: Sibylle Anderl (Die Zeit), Maja Brankovic (Wirtschaftswoche), Manuela Lenzen (Wissenschaftsjournalistin), Patricia Rahemipour (Institut für Museumsforschung / Stiftung Preußischer Kulturbesitz), Stefan Spiegel (funk / Marmota Maps) und Katrin Vohland (Naturhistorisches Museum Wien).

Die nominierten Titel

  • Heike Behrend: Gespräche mit einem Toten. Gustaf Nagel, Prophet vom Arendsee (Matthes & Seitz Berlin, August 2025)
  • Florence Gaub: Szenario. Die Zukunft steht auf dem Spiel (dtv, November 2025)
  • Tilmann Lahme: Thomas Mann. Ein Leben (dtv, Mai 2025)
  • Konstantin Richter: Dreihundert Männer. Aufstieg und Fall der Deutschland AG (Suhrkamp, Oktober 2025)
  • Irina Scherbakowa: Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen (Droemer, November 2025)
  • Bettina Schöne-Seifert: Leben, Körper, Tod. Zwölf aktuelle Kontroversen der Medizinethik (Wallstein, Oktober 2025)
  • Roberto Simanowski: Sprachmaschinen. Eine Philosophie der künstlichen Intelligenz (C.H.Beck, Oktober 2025)
  • Ronen Steinke: Meinungsfreiheit. Wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen (Berlin Verlag, Februar 2026)

Veranstaltungen zum Deutschen Sachbuchpreis

Gemeinsam mit seinen Partnern bietet der Deutsche Sachbuchpreis den Nominierten eine Bühne. Lesebegeisterte und Bücherfans können die nominierten Titel und ihre Autor:innen in Gesprächen, Diskussionsrunden und Filmen erleben. Die Termine sind abrufbar unter: www.deutscher sachbuchpreis.de/veranstaltungen
Service für den Buchhandel: Im Titelinformationssystem VLB-TIX steht eine eigene Vorschau mit den nominierten Titeln für die Sortimentsplanung zur Verfügung.

Aus den acht nominierten Titeln kürt die Jury das Sachbuch des Jahres, das am 8. Juni 2026 in Hamburg ausgezeichnet wird. Der oder die Preisträger:in erhält 25.000 Euro, die übrigen Nominierten je 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet im Kleinen Saal der Elbphilharmonie in Hamburg statt.

Preis und Förderung

Die mit 42.500 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verliehen. Der Preis zeichnet ein herausragendes Sachbuch in deutschsprachiger Originalausgabe aus, das gesellschaftlich relevante Impulse setzt.

Hauptförderer des Preises ist die Deutsche Bank Stiftung. Darüber hinaus unterstützen die Stadt Hamburg und die Frankfurter Buchmesse die Auszeichnung.