Ranking 100 größte Verlage 2026

Konzerne dominieren im Publikumsmarkt

11. Juni 2026
Thomas Wilking

Die Bertelsmann-Buchsparte Penguin Random House, die schwedische Bonnier-Gruppe und Holtzbrinck sind mit ihren Programmen im Ranking der 100 größten Verlage vertreten. Das sind die Umsätze der Verlagskonzerne - und die Umsätze der größten unabhängigen Verlage. 

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Innerhalb des deutschsprachigen Buchmarkts weist der Publikumsmarkt eine besondere Vielfalt auf. Allein im Ranking der 100 größten Verlage sind mehr als die Hälfte der Unternehmen dem Publikums­bereich zuzuordnen, haben also Programme, die mit Belletristik, ­Kinder- und Jugendbüchern, Sachbüchern, Ratgeber- und Reiseinformationen auf ein allgemeines Publikum zielen. 
Bei aller Vielfalt ist der Publikumsbereich allerdings vor allem im Bestsellersegment geprägt von einer Konzentration durch die auch international aufgestellten Verlagskonzerne Bertelsmann, Bonnier und Holtzbrinck. Bertelsmann führt dabei seine zahlreichen Programme unter einem Dach; die anderen beiden großen Publikumsverlagsgruppen Bonnier und Holtzbrinck sind dezentraler aufgestellt, weshalb ihre Verlage im Ranking als eigenständige publizistische und organisatorische Einheiten einzeln aufgeführt werden. 

Aus der Konzernperspektive ergeben sich folgende Größenordnungen:

Penguin Random House

Die Bertelsmann-Buchsparte Penguin Random House ist mit einem internationalen Gesamtumsatz von 4,98 Mrd. Euro die weltgrößte Publikumsverlagsgruppe. Die deutsche Tochter Penguin Random House Verlagsgruppe (PRHVG, München) ist aktuell auch führend im deutschsprachigen Publikumsmarkt, allerdings in engem Wettbewerb mit der Bonnier-Gruppe. PRHVG pflegt rund 50 Verlagsmarken und hat 2025 mit 337,5 Mio. Euro (+ 3,6 %) eine neue Umsatzhöchstmarke ­gesetzt, wozu die Übernahme des Comic- und Mangaverlags Cross Cult wesentlich beigetragen hat. 
Zum Umsatz der PRHVG-Gruppe kommen noch 29,6 Mio. Euro des ebenfalls in München stationierten deutschen Ablegers des Lexikon- und Ratgeberverlags Dorling Kindersley (London) hinzu, der an die inter­nationalen Penguin-Random-
House-Aktivitäten angebunden ist. Bertelsmann kommt so mit seinen deutschsprachigen Verlagen zusammen auf 367 Mio. Euro. Schließlich sind die internationalen Penguin-Random-House-Verlage auch noch größter Lieferant für englischsprachige Belletristik, die seit einigen Jahren im deutsch­sprachigen Buchmarkt stärker nachgefragt wird. 

Bonnier

Die deutschen Verlage der schwedischen Bonnier-Gruppe sind in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen und hatten zwischenzeitlich mit ihrem Umsatz sogar die Münchner Penguin Random House Verlagsgruppe überholt. Zur deutschen Bonnier Media Gruppe gehören die Verlage Carlsen, Piper, Ullstein, Münchner Verlagsgruppe, arsEdition, Hörbuch Hamburg, Thienemann-Esslinger, der ins Young-Adult-Genre diversifizierende Kinderbuchverlag Adrian & Wimmelbuch sowie die (nicht im Top-100-Ranking vertretene) Neugründung Gutkind. Sie haben 2025 addiert 334 Mio. Euro umgesetzt und blieben damit knapp unter Vorjahr. International hat der ­Medienkonzern Bonnier mit seiner Buch­sparte zuletzt umgerechnet 739 Mio. Euro umgesetzt. 

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