Independents

Die Preisträger der Hotlist 2026

10. Oktober 2026
Redaktion Börsenblatt

Am Messefreitag wurden bei der HOTLIST-GALA im Literaturhaus Frankfurt, moderiert von Anna Engel, die zehn Bücher des Jahres vorgestellt. Anschließend wurden die Preise der Hotlist 2026 verliehen, und das sind die Gewinner: 

Bücher stehen nebeneinander, Logo Hotlist ist zu sehen

Nachdem das Kuratorium der Hotlist aus 205 Einsendungen eine Vorauswahl von 30 Kandidaten getroffen hatte, konnten auf der Hotlist- Website über die zehn Bücher des Jahres mitbestimmt werden: 3 Titel der Hotlist wurden durch eine öffentliche Wahl entschieden (bei der 6075 gültige Stimmen abgegeben wurden, das genaue Ergebnis: hier), die 7 weiteren bestimmte die Jury dieses Jahres.

Am Messefreitag wurden bei der HOTLIST-GALA im Literaturhaus Frankfurt, moderiert von Anna Engel, die zehn Bücher des Jahres vorgestellt. Anschließend wurden die Preise der Hotlist 2026 verliehen, und das sind die Gewinner: 

Der mit 5000 Euro dotierte Preis der Hotlist geht 2026 an den Allee Verlag in München für den Roman Dein Wille wohnt in den Wäldern von Mattias Timander, aus dem Schwedischen übersetzt von Hanna Granz.

 „In Mattias Timanders Debüt Dein Wille wohnt in den Wäldern ist Herkunft nicht nur Thema, sondern Bedingung des Erzählens. Der 2024 von Veronika Siska gegründete Allee Verlag macht literarische Stimmen aus Europa zugänglich, deren Sprachen und Perspektiven auf dem deutschsprachigen Buchmarkt bislang unterrepräsentiert sind. Dein Wille wohnt in den Wäldern steht exemplarisch für dieses Programm. Timanders Erzählkunst, Hanna Granz’ Übersetzung und Veronika Siskas verlegerische Haltung greifen darin auf besonders überzeugende Weise ineinander“, so die Jury in ihrer Begründung.

Den Dörlemann ZuSatz erhält der zeitkind Verlag aus Meilen bei Zürich für das Buch 41515 Wörter/слов von Vera Martynov und damit einen Satzkosten-Gutschein im Wert von 1.500 Euro.

 „Die Emotionalität, Unmittelbarkeit, Radikalität, mit der Martynov schreibt, trifft die Leser:innen, die sich auf dieses ungewöhnliche literarische Patchworkexperiment einlassen, mit Wucht. Die Verlegerin hat es mehr als verdient, den Dörlemann ZuSatz zu bekommen”, fasst die Jury in ihrer Begründung zusammen.