Im Rahmen der Landespressekonferenz vom 5. Mai stellten Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, und Volker Petri, Geschäftsführer Börsenverein Nord, das Modell vor. Hamburg sei das erste Bundesland, das eine strukturelle Verlagsförderung einführe, sagte Brosda, aber nicht, weil man das unbedingt allein hätte machen wollen. Vielmehr habe man seit Jahren mit Bund und Ländern über eine gemeinsame Lösung gesprochen, dies habe sich jedoch als "zäh bis nicht aussichtsreich" erwiesen. Da man die Mittel im letzten Haushalt eingeworben habe, mache man in Hamburg nun den Anfang – und hoffe darauf, dass sich andere anschließen.
Brosda weiter: "Verlage erfüllen in der deutschen Kulturlandschaft eine einzigartige Funktion: In ihnen bündeln sich kreative und unternehmerische Kompetenz. Gerade die kleineren unabhängigen Verlage tragen mit ihren individuellen Programmen ganz entscheidend zur Vielfalt von Meinungen und Perspektiven im öffentlichen Diskurs bei. Sie bei dieser Arbeit zu unterstützen und damit genau diese Unabhängigkeit zu sichern, ist uns in Hamburg ein Herzensanliegen. Mit dem Hamburger Verlagspakt investieren wir nachhaltig in den Erhalt der literarischen Vielfalt unserer Stadt und fördern strukturell und langfristig die unabhängigen Kulturverlage."
Volker Petri ergänzt: "Wir freuen uns, dass die Hansestadt Hamburg mit diesem Verlagspakt ihren Ruf als Kulturstadt weiter ausbaut und zugleich unterstreicht, welche wichtige Rolle Verlage dabei spielen. Dieses Programm setzt bundesweit Maßstäbe."