Carlsen im Gespräch

Marken größer denken

30. Oktober 2026
Stefan Hauck

Carlsen setzt auf Marktforschung, Community, Live-Formate und will aus starken Marken mehr machen, ohne das Buch in den Hintergrund zu drängen. Die Geschäftsführer Sandra Harzer-Kux und Frank Sambeth über neue Wege zu jungen Leser:innen, Pixi im Bewegtbild, Modernisierungen und die Frage, wie man den Umsatz ohne Preiserhöhungen hält. 

 

Sandra Harzer-Kux und Frank Sambeth, Carlsen Verlag

Sandra Harzer-Kux und Frank Sambeth

Börsenblatt: Innerhalb der Buchbranche gilt die Kinder- und Jugendbuchszene als ein Wohnzimmer, in dem jeder jeden kennt. Wie ist das, von außen dazuzustoßen – und dann auch noch gleich als Chefin des größten Jugendbuchverlags?

Sandra Harzer-Kux: Ich bin sehr warmherzig aufgenommen worden und lerne immer noch jeden Tag dazu. Die wunderbaren Mitarbeiter:innen von Carlsen haben mir schnell vermittelt, worauf es ankommt und wie die Buchbranche tickt. Ich habe mich bei Carlsen und in der Branche schnell wohlgefühlt, nur die langen Vorläufe sind noch etwas gewöhnungsbedürftig für mich. Von Haus aus bin ich ja Urheberrechtlerin, war Film- und Fernsehproduzentin, Mitglied des Executive Boards von Gruner + Jahr und im Management des Marketing- und B2B-Bereichs von Bertelsmann. Wie alle Verlage muss sich auch Carlsen neuen Marktanforderungen und verändertem Nutzungsverhalten anpassen, und diese Veränderung mit meinen Erfahrungen in Medien und Marketing mitgestalten zu können, das hat mich gereizt.