Interview mit Henning Schönenberger von Springer Nature

Wie gehen Verlage mit KI um?

27. Oktober 2026
Sabine Cronau

Ob künstliche Intelligenz mitmischt, ist nicht mehr die Frage – sondern, wie und wo. Die Antwort muss jeder Verlag für sich definieren. Was dabei helfen kann, erläutert Henning Schönenberger vom Wissenschaftsverlag Springer Nature.

Grafik Künstliche Intelligenz

Fachverlage setzen KI schon lange und sehr intensiv ein, mit entsprechenden Spielregeln. So weit Sie das einschätzen können: Ist der Einsatz von KI-Tools auch in den Publikumsverlagen schon ausreichend geregelt – oder derzeit vor allem "Learning by doing"?
Henning Schönenberger:  Als Mitarbeiter eines Wissenschaftsverlags kann ich das nur aus der Außenperspektive beurteilen. Mein Eindruck ist aber, dass wir uns noch in einer Übergangsphase befinden. Viele Verlage sammeln derzeit praktische Erfahrungen mit KI, während sich die Technologie und ihre Anwendungsmöglichkeiten gleichzeitig rasant weiterentwickeln. Die Handreichung, die der Börsenverein vor einem Jahr zum KI-Einsatz in Verlagen vorgelegt hat zeigt jedoch, dass die Branche beginnt, über reines "Learning by doing" hinauszugehen und gemeinsame Orientierungspunkte zu entwickeln.