Viel ist über den Klimawandel und die Energiewende schon geschrieben worden. Mit dem Ukrainekrieg bekamen gerade für Deutschland Fragen der künftigen Energiesicherheit eine neue, besonders dringliche Aktualität. Und heute? Gibt es scheinbar andere, drängendere Probleme und auch Habecks als "Heizhammer" gescholtener Vorstoß wirkt wie eine Erinnerung an längst vergangene Zeiten.
Doch gerade jetzt versuchen Verlage, die Debatte mit neuen Titeln wiederzubeleben. So wie Ullstein mit "Männer, die die Welt verbrennen", geschrieben von "Spiegel"- Journalist Christian Stöcker, das Ende Mai als Taschenbuch erschienen ist (352 S., 14,99 €). Es komme nun vor allem darauf an, "provokanter und streitlustiger diejenigen an den Pranger zu stellen, die uns in das Klimadesaster hineinreiten", sagt Christoph Steskal, Programmleiter Ullstein Hardcover Sachbuch und Propyläen. "Das war uns mit diesem Buch ein Anliegen." Die Leserinnen und Leser seien sich bewusst, "dass manche (oft schwerreiche) Leute alles dafür tun, damit die Folgen der Klimakatastrophe in der Öffentlichkeit negiert werden".