Interview mit Olaf Conrad, Ganske Verlagsgruppe

"Wir machen unsere E-Books nicht mehr über den Preisvorteil attraktiv"

6. Oktober 2026
Sabine Cronau

Hat sich der Ausbau des Sachbuchprogramms für Hoffmann und Campe gelohnt? Und warum wurden die Anteile an dtv verkauft? Olaf Conrad, Buchvorstand der Ganske-Verlagsgruppe, über Preispolitik, Autorenmarken und die Rolle des Buchhandels.

Porträtfoto vor Mauer

Olaf Conrad

Börsenblatt: Sie sind seit Februar 2025 Buchvorstand der Ganske-Verlagsgruppe – kurz vorher wurde Gräfe und Unzer aus der Verlagsgruppe herausgelöst und an HarperCollins verkauft. Ziel war die Fokussierung, die auch der Umsatzentwicklung auf die Sprünge helfen sollte. Hat das geklappt?

Olaf Conrad: Wir haben in der Tat einige wesentliche Ziele erreicht. Hoffmann und Campe hat einen sehr guten Lauf. Ich nutze intensiv das Metis-Tool von Media Control, um die Marktzahlen zu verfolgen – aber im Moment freue ich mich jeden Morgen, wenn ich das Programm öffne. Die Umsätze von Hoffmann und Campe liegen in diesem Jahr in den Kalenderwochen 1 bis 37 erfreuliche 18 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das bestätigt uns in dem Kurs, uns bei Hoffmann und Campe auf die Warengruppen Belletristik und Sachbuch zu fokussieren – und das Sachbuchprogramm zu erweitern.