In Bezug auf den am 9. Juli veröffentlichten Bericht "Buchmarkt kompakt 2025/2026" des Börsenvereins geht Loewe-Verleger Christoph Gondrom auf die Entwicklung bei den 10- bis 15-Jährigen ein: Hier ist die Zahl der Buchkäufer:innen um 30,6 Prozent zurückgegangen. In der aktuellen Debatte stünden vor allem sinkende Lesekompetenz und Versäumnisse der Bildungspolitik im Mittelpunkt – beides sei ernst zu nehmen, greife aber zu kurz, wenn die Branche ihre Antwort allein von Schulen, Eltern und Politik erwarte. "Das Medienumfeld von Kindern entwickelt sich heute rasanter denn je. Deshalb dürfen wir nicht in erster Linie darauf warten, dass die Politik das Problem löst", meint Gondrom. "Die entscheidende Frage an uns Verlage lautet: Entwickeln wir genügend Bücher, die im Wettbewerb um Aufmerksamkeit tatsächlich bestehen können?"
Die tägliche Realität der 10- bis 15-jährigen ist heute die digitale Welt. Nur dort können wir sie erreichen und abholen. Mit Worten, Figuren, Bildern und Videos, die sie kennen und mögen. Verlegerisch und vertrieblich müssen wir mehr Neuland wagen.