Herzstück des neuen Bereichs ist die Imagination Stage. Sie bringt während der Messewoche Fachprogramm und Publikumsveranstaltungen zusammen und richtet den Blick zugleich auf die Zukunft des Kinder- und Jugendmedienmarkts. Auf dem Programm stehen unter anderem die Frankfurt Kids Conference "Rewriting the Future" am Mittwoch von 18 bis 20 Uhr, die MMU Mini-Conference mit dem Thema "Future proofing inclusive Children’s Books" am Donnerstag von 13 bis 14 Uhr und "Gute Kinderbücher brauchen Budget" von 16 bis 17 Uhr. Am Messewochenende wird die Bühne außerdem zum Schauplatz ausgewählter Veranstaltungen des Frankfurt Kids Festivals.
Das Festival selbst lädt Familien, Kinder und Jugendliche zu einem Streifzug durch die Welt der Geschichten ein. Lesungen, Mitmachaktionen und Popkultur reichen von Katja Brandis und Paul Maar bis zur K-Pop Academy oder zur Grüffelo-Höhle, in der die Bilderbuchwelt von Axel Scheffler und Julia Donaldson räumlich zu entdecken ist. Auf der Agora können Kinder ab zehn Jahren tanzen, bei Shows zuschauen oder im Studio eigene Videos aufnehmen. Ein Exit Bus und eine Fotobox ergänzen das Programm.
Neu ist auch die Screen World, die mit Unterstützung der Rich and Famous Film GmbH erstmals einen eigenen, als Kino gestalteten Ort für Film, Kino, Serien und Streaming schafft. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Geschichten vom Buch auf die Leinwand gelangen – und wie sie von dort in andere Medien weiterwandern. Während der Messewoche richtet sich das Programm vor allem an Fachbesucher:innen, am Wochenende stehen Trailer, Kinoatmosphäre und Popcorn auf dem Programm.
Auch Comic, Manga und Games erhalten in Halle 4.0 eine eigene Plattform. An einem neuen Gemeinschaftsstand präsentieren deutschsprachige Verlage ihre Neuheiten und wollen so sichtbar machen, wie eng literarisches Erzählen heute mit visuellen und digitalen Formen verbunden ist.
Die Frankfurter Buchmesse 2026 will damit "stärker denn je auf das Prinzip des Storytelling" setzen, "über Mediengrenzen hinweg: In Halle 4.0 treffen Buch, Audio, Film, Comic, Manga und interaktive Formate aufeinander – und machen aus Geschichten ein Erlebnis, das nicht an der Buchseite endet", so die Buchmesse.
Für uns als Anbieter sowohl im Kinder- und Jugendbuch, als auch in der Belletristik leider eine Situation, die uns zerreißt, da wir uns keine zwei Stände leisten können und somit unser Angebot nur in einem Bereich präsentieren können, obwohl wir zwei Bereiche ansprechen wollten. Diese Entscheidung findet zu Gunsten der großen Verlagsgruppen statt, die eh mehrere Stände auf der Messe planen. Die kleinen Verlage, wie wir, die ein diversifiziertes Angebot im Programm haben, wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Aus meiner Sicht sicher keine Meisterleistung der Messe.