Theodor-Fuendeling-Plakette an Christian Pfeiffer

"Ein Freund der Buchkultur"

Mit der Theodor-Fuendeling-Plakette vergibt der Börsenverein Landesverband Niedersachsen-Bremen einen neuen Kulturpreis. Erster Preisträger ist Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Instituts, Hannover.

Der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen habe zum einen, so die Begründung der Jury, „wissenschaftlich fundiert den Zusammenhang zwischen Mediennutzung und Schulleistung erforscht.“ Zum anderen engagiere sich Pfeiffer ehrenamtlich "in hohem Maße für die Kulturförderung und speziell für die Förderung des Lesens".

Die Auszeichnung wird am Montag, den 26. Augustin Hannover, verliehen. Die Laudatio hält Margot Käßmann, Theologin und Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017.

Der Landesverband hat den Ehrenpreis aus Anlass seines 130-jährigen Bestehens ins Leben gerufen. Er trägt den Namen des Verbandsgründers Theodor Fuendeling und wird jährlich verliehen. Damit erinnert die Preisvergabe an die Gründung des Verbands am 26. August. Die Theodor-Fuendeling-Plakette zeichnet Personen des öffentlichen Lebens aus, „die sich in herausragender Weise für die Buchkultur engagieren“, teilt der Landesverband mit.

Der Kriminologe Christian Pfeiffer ist Vorstand und Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen und untersucht seit 1998 den Zusammenhang zwischen Medienkonsum, Computerabhängigkeit und schulischem Erfolg. Eines der aktuellen Ergebnisse: 16 Prozent der 16-jährigen Jungen spielen derzeit mehr als 4,5 Stunden täglich Computerspiele, immerhin sieben Prozent der gleichaltrigen Mädchen beschäftigen sich genau so lange mit Facebook. „Das schränkt die Lesekultur erheblich ein“, so Pfeiffer. Als Konsequenz solcher Ergebnisse fordert er vor allem ein Gegensteuern der Schulen: „Die Schulen sind gefordert, bei den Kindern die Lust aufs Leben zu wecken. Die gelinge am besten durch vielfältige Nachmittagsangebote in Ganztagsschulen.“

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5 Kommentar/e

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  • Frank Krings

    Frank Krings

    Ganz schön mühselig, in diesem hochtrabenden Artikel das Relevante zu finden: Pfeiffer über Mediennutzung. Aber hat die Nutzung von Facebook nicht auch sehr viel mit Lesen zu tun? Und - noch besser - auch sehr viel mit schreiben? btw: Im vorletzten Satz ist wohl "Lesen" und nicht "Leben" gemeint. Schade eigentlich.

  • Jörg H.

    Jörg H.

    Lieber Frank,

    ich glaube, er meinte wirklich 'Leben'. Also das echte 'Leben'. Analog und so. Spricht für mich eher für eine kulturpessimistische Grundhaltung denn für souveräne Mediennutzung. Aber unser Gespräch hier ist ja auch nur virtuell.

  • Jörg H.

    Jörg H.

    Er meint wirklich 'Lust auf Leben' - seit 2005: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/4 39547/

  • Die kleine Sortimenterin

    Die kleine Sortimenterin

    Auch wenn ich mich hier nicht "outen" möchte, Herrn
    Pfeiffer Danke für die Unterstützung, Prävention ist
    unser aller Anliegen und Lesen fördert die Bildung eben
    mehr als Computerspiele.

  • Frank Krings

    Frank Krings

    Danke für den Hinweis. Also doch "Leben." :)

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