Bastei Lübbe

Das Ergebnis dreht ins Plus

Bastei Lübbe schrumpft, kehrt jedoch zurück in die schwarzen Zahlen: Nach neun Monaten lag das Konzernergebnis bei 0,3 Millionen Euro – bei einem Umsatz von knapp 72,2 Millionen Euro.

Carel Halff

Carel Halff © Daniel Biskup

CEO Carel Halff hatte es schon vor Monaten angekündigt: 2018/2019 werde ein Jahr des Übergangs – und meinte damit wohl auch: ein Jahr der Einschnitte. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres (April bis Dezember 2017) standen in der Bilanz der Kölner jedenfalls noch ganz andere Zahlen, als Umsatz konnten sie einen deutlich höheren Betrag von 112,7 Millionen Euro melden, das EBIT allerdings war tiefrot (minus 8,9 Millionen Euro).

"Nach dem turbulenten Vorjahr haben wir uns im laufenden Geschäftsjahr in erster Linie auf die Bereinigung und Effizienzsteigerung konzentriert“, erklärt Halff heute in der Zwischenmitteilung. Verspricht zugleich, man werde jetzt in puncto Strategie- und Wachstumsplanung aktiv. Halff: "Wir sehen in unserem Markt mittelfristig interessante Optionen, die wir gezielt angehen."

Weitere Daten und Zahlen aus der Neun-Monats-Bilanz 2018/19

(1. April bis 31.12.2018)

Vorab: Vergleichbar mit den Vorjahren ist die Bilanz nur eingeschränkt – aufgrund der Verkäufe von Töchtern und Beteiligungen, und der selbst verordneten Konzent-ration aufs Kerngeschäft, ist Bastei Lübbe heute ein anderes Unternehmen (abgestoßen wurden, wie berichtet, u.a. BuchPartner, BookRix, BEAM Shop und oolipo).

  • Bereinigt um den aufgegebenen Geschäftsbereich "Retail" (BuchPartner) reduzier-te sich der Umsatz im Zuge der geschäftstypischen und programmbedingten Schwankungen in den Segmenten Buch (inklusive E-Book) und Games um rund 17 Prozent. In Euro: Im Segment Buch sanken die Einnahmen auf 57,8 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 69,5 Millionen Euro), im Segment Games auf 6,7 Millionen Euro (9,5 Millionen Euro).
  • Das Konzernergebnis verbesserte sich deutlich – von minus 10,3 Millionen Euro auf 0,3 Millionen Euro.
  • Die Netto-Schulden (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich Zah-lungsmittel) reduzierten sich gegenüber dem letzten Konzernabschlussstichtag um 7,7 Millionen Euro, betrugen zum 31. Dezember 2018 22,4 Millionen Euro. "Diese Schuldenreduktion und der Rückbau des Kostenapparats bilden das Fundament für künftiges profitables Wachstum deutlich oberhalb der insgesamt stabilen Bran-chenentwicklung", so das Unternehmen.


Dennoch: Die Entwicklung bringt den Vorstand dazu, die eigenen Erwartungen noch etwas weiter nach unten zu schrauben. Für das laufende Geschäftsjahr (noch bis Ende März) prognostiziert er jetzt einen Konzernumsatz von 90 Millionen Euro – bisher peilte er 95 Millionen Euro an. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen soll dennoch positiv bleiben: "Bei einem planmäßigen Verlauf des Schlussquartals geht der Vorstand davon aus, im Gesamtjahr 2018/2019 ein EBIT mindestens am unteren Ende der Prognosebandbreite von 0,5 Millionen bis zwei Millionen Euro zu erreichen", heißt es. Die Nettoschulden werden dem Vorstand zufolge am Ende des Geschäftsjahres voraus-sichtlich ein Niveau von rund 25 Millionen Euro erreichen.

Die komplette Zwischenbilanz zum Download finden Sie hier (PDF)

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