Auszeichnung der Österreichischen Industrie

Wildgans-Preis an Daniel Kehlmann

Daniel Kehlmann erhält den von der österreichischen Industrie gestifteten "Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans" 2019. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird im Mai im Wiener Haus der Industrie überreicht.

Daniel Kehlmann

Daniel Kehlmann © Beowulf Sheehan

In der Jurybegründung heißt es laut Mitteilung der Industriellen Vereinigung: "Daniel Kehlmann, ein Meister der Erzählung, öffnet nicht nur, wenn er historisierende Stoffe wählt, Tore hinter das Augenscheinliche jeder Handlung. Stilsicher verwebt er Texte zu intellektuellen und sinnlichen Leseerfahrungen, bricht die Oberfläche der Wahrnehmung immer wieder auf, entfaltet mit großer Kunstfertigkeit die Magie hinter der Geschichte. Die Texte, auch wenn sie von Vergangenem berichten, adressieren immer auch unseren Umgang damit und den roten Faden der Erfahrungen vom Damals ins Jetzt."

Daniel Kehlmann, geboren 1975 in München, studierte an der Universität Wien Philosophie und Germanistik. Danach als Dozent für Poetik in Mainz, Wiesbaden und Göttingen tätig, erschien 1997 sein erster Roman "Beerholms Vorstellung". Zahlreiche weitere Werke und internationale Bucherfolge wie "Ich und Kaminski", "Die Vermessung der Welt" oder zuletzt 2017 "Tyll" (Rowohlt) folgten, für die der Autor unter anderem mit dem Candide-Preis, dem Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Doderer-Preis, dem Kleist-Preis 2006 sowie zuletzt dem WELT-Literaturpreis 2007 ausgezeichnet wurde.

Der Preis wird seit 1962 verliehen − auf Vorschlag einer unabhängigen Jury an einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin der jüngeren oder mittleren Generation mit österreichischer Staatsbürgerschaft, "dessen oder deren Werk von hervorragender Relevanz für die literarische und gesellschaftliche Korrelation unserer Zeit ist", heißt es weiter.

Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern befinden sich Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Michael Köhlmeier, Arno Geiger, Sabine Gruber, Olga Flor, Norbert Gstrein, Robert Seethaler, Erich Hackl, Margit Schreiner und Sabine Scholl.

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