Literaturpodcasts boomen

Alle wollen zuhören

Die deutsche Buchbranche hat den Podcast für sich entdeckt. Was steckt hinter dem Hype? Erfahrungswerte von Bloggern, Verlagen und Sortimentern. ISABELLA CALDART

Zuhören, wenn andere über Literatur reden - das hat gerade Konjunktur

Zuhören, wenn andere über Literatur reden - das hat gerade Konjunktur © iStockphoto

Im chinesischen Horoskop ist 2019 das Jahr des Schweins – für die Buchbranche zeichnet sich ganz klar ab: 2019 ist das Jahr der Podcasts. Vor allem im März und April gingen zahlreiche Verlage, Blogger und Buchhandlungen mit eigenen Podcasts an den Start. Zu hören sind diese über die eigenen Websites oder über Plattformen wie Spotify, iTunes, Podigee. Im März wurde von Leander Wattig die Facebook-Gruppe "Podcast-Liebe" ins Leben gerufen, in der allerlei Empfehlungen geteilt wurden. "Es war überfällig, dass das Thema nun stärker in den Fokus gerät", sagt Publishingberater Wattig dazu.

Boom bei Verlagen 

Doch woher kommt der plötzliche Hype? Frauke Vollmer, Onlinemanagerin bei Hanser und Mitinitiatorin des neuen "Hanser Rauschen"-Podcasts, erzählt: "Bereits vor neun Jahren, als Podcasts erstmals ein Thema waren, haben wir einzelne Folgen produziert. Und jetzt gab es die kollektive Beobachtung im Haus, dass Podcasts ein Revival erleben – Lektor Florian Kessler regte an, dies wieder aufzugreifen." Gesagt, getan: Anfang April launchte Hanser die erste Folge mit einem Gespräch zwischen T. C. Boyle und seinem Lektor Piero Salabè. "Die Idee ist, Leute zusammenzubringen, die sich gut kennen, damit ein persönliches Gespräch entsteht", so Vollmer. Diesem informellen Rahmen entsprechend darf bei der Aufnahme übrigens auch Alkohol getrunken werden.

© Hanser

Nahezu zeitgleich mit Hanser startete DuMont sein Angebot "DuMont auf Sendung". Presseleiterin Marie Claire Lukas hört selbst gern Podcasts: "Im Gespräch mit Freunden und Kollegen zeigte sich, dass sich viele ebenfalls auf diesem Wege informieren." Für den Podcast arbeitet DuMont mit den Radiomachern Tabea Soergel und Martin Becker der Agentur Gold und Silben zusammen. "Wir haben uns dazu entschieden, die beiden ins Boot zu holen, weil es wichtig ist, wiedererkennbare Stimmen zu haben", erläutert Lukas. "Das gibt dem Ganzen einen Rahmen. Zudem können sie über anspruchsvolle Themen sprechen und bleiben dabei dennoch nahbar und unkompliziert."

Mit "Penguin lädt ein" und "Long Story Short" rief die Verlagsgruppe Random House im März beziehungsweise April gleich zwei Podcasts ins Leben. "Unsere wichtigste Aufgabe ist, Inhalte, für die wir uns begeistern, an ein möglichst breites Publikum zu vermitteln", sagt Laura Reichert, Audience Managerin der Penguin Verlage. Gemäß dem Prinzip "Autoren. Erzählen. Geschichten." sprechen die Journalistinnen Ann-Kathrin Eckardt und Andrea Lindner bei "Penguin lädt ein" in jeder Folge mit Autoren des Verlags. "Unabhängig von Zeit und Ort bringen wir dadurch die Leser in direkten Kontakt mit ihren Lieblingsautoren."

Bei "Long Story Short" verhält sich das ähnlich: Mit Bloggerin und Literaturvermittlerin Karla Paul und Kritiker und Radiomoderator Günter Keil setzt man auf zwei bekannte Stimmen. Innerhalb von 20 Minuten stellen sie sowohl Bücher der Backlist als auch Neuerscheinungen vor. Ein erstaunlich kurzes Format, das seinen Grund hat: "Der Gassigang mit meinem Hund dauert in etwa so lang, deswegen auch der Podcast", sagt Paul. "Außerdem mag ich keine stundenlangen Analysen von Büchern." Karla Paul weiß, was bei den Hörern ankommt – bereits von 2006 bis 2009 unterhielt sie ihren eigenen Podcast "Buchkolumne".

Kooperation mit Bloggern

"Long Story Short" ist nicht der einzige Podcast, der von einer Bloggerin betreut wird. Den brandneuen "Storyhunter" des Hamburger Carlsen Verlags, seit März am Start, leitet mit Lea Kaib eine Bloggerin mit Podcast-Erfahrung. "Seit 2017 habe ich zusammen mit Lennart Schaefer den LitCast, in dem wir über die Literaturszene sprechen", so Kaib. Zudem ist sie sogenannte Carlsen-Botschafterin: Jeden Monat stellt sie Bücher aus dem Verlag vor. "Es lag also nahe, dass ich mit dieser Erfahrung auch den Carlsen-Podcast betreibe. Für den Verlag hat es Vorteile, mit mir als externer Person zusammenzuarbeiten: Ich bringe meine Follower mit und der Verlag seine – dadurch erreichen wir hoffentlich mehr Menschen."
Es überrascht wenig, dass Podcasts zunächst von Bloggern entdeckt wurden und die Verlage jetzt nachziehen. "So läuft das ja häufig", meint Kaib, "dass sich Verlage an Aktionen der Buchblogger orientieren." Schlimm findet sie das nicht, im Gegenteil: "Einer fängt an, andere machen mit – aber eben auf die eigene Weise. So entsteht immer etwas Neues, Individuelles."

Zu den ersten Literatur-Podcasts von Bloggerinnen im deutschsprachigen Raum gehört "foejetong", betrieben von Magdalena Beyer und Sarah Pützer. "Als wir im November 2017 damit anfingen, gab es kaum Podcasts, die sich mit Kultur beschäftigten, schon gar nicht von Frauen", sagt Pützer. Die Idee dazu hatte sie schon länger: "Ich höre sehr viele Podcasts, auch solche, die drei Stunden lang dauern. Außerdem betreiben Freunde von mir bereits seit 2012 einen Podcast."

Drei Stunden lang läuft der "foejetong"-Podcast zwar nicht – Pützer und Beyer ist aber dennoch wichtig, ein natürliches Gespräch zu führen, das nicht abgebrochen werden muss, sondern mäandern darf. "Wir legen nur die Themen vorher fest, zum Beispiel sprechen wir über die Brontë-Schwestern, Lyrik, Intersek­tionalität oder Hexen", sagt Magdalena Beyer. "Zumeist sind das feministische oder aktuelle Themen, mit denen wir uns bereits auskennen." Dadurch entsteht der persönliche Zugang. "Dass das Gespräch nicht gescriptet ist, gibt uns Raum, um über Details zu sprechen", so Beyer. Wie vielen Podcast-Betreibern ist ihnen die Atmosphäre wichtiger als hochprofessionelle Qualität. Entsprechend einfach das technische Handling: Aufgenommen wird mit einem mobilen Standmikro mit USB-Zugang.

© Simone Hawlisch

Podcasts aus dem Sortiment 

Ähnlich handhaben das auch die Podcast-Macher von "blauschwarzberlin". Hinter diesem Namen stehen Maria-Christina Piwowarski und Ludwig Lohmann aus dem Team der Buchhandlung ocelot in Berlin, die "blauschwarzberlin" in eigener Regie betreiben. "Als 'blauschwarzberlin' bündeln wir unsere Tätigkeiten jenseits von der Arbeit im Laden", erklärt Piwowarski – "sprich Moderation, Diskussion, Inspiration. Unser Claim lautet, Literatur ins Gespräch zu bringen." Dazu gehört auch der Podcast, den das Duo neuerdings betreibt.

Entwickelt hat sich der Hörstoff aus Livevideos auf Instagram, in denen die beiden umtriebigen Kollegen schon seit Längerem etwa einmal im Monat über ihre "Letzten Lektüren" reden. "Wir bekamen das Feedback, dass sich viele wünschten, diese Gespräche nachträglich und ohne Instagram verfolgen zu können", sagt Lohmann. Die technische Lösung dafür ist simpel: Mit dem Smartphone von Piwowarski wird das Video aufgenommen, während Lohmanns Handy (samt externem Mikrofon) den Podcast mitschneidet. Damit das Ganze authentisch bleibt, werden – ähnlich wie bei den Bloggerinnen von "foejetong" – nachträglich lediglich Pausen rausgeschnitten. "Das Charmante an Podcasts ist ja die Atmosphäre", betont Ludwig Lohmann. "Man hört zum Beispiel die Straßenbahn, die am ocelot vorbeifährt." Und Piwowarski ergänzt: "Wir reden, wie wir sind!"

Ein weiterer Podcast, der Ende April startete, stammt von der Büchergilde-Buchhandlung in Frankfurt. "Der Inhalt orientiert sich einigermaßen an unserem Veranstaltungsprogramm, das wir auch denen zugänglich machen möchten, die nicht kommen können", sagt Inhaberin Lisa Stöhr. "Zusätzlich werden wir mit verschiedenen Menschen über besondere Bücher sprechen." Und das, passend zur Büchergilde Gutenberg, mit einem Fokus abseits des Mainstreams, etwa mit unabhängigen Verlegern.

Ohrenschmaus für Sinclair-Fans 

Zurück zu den Verlagspodcasts. Bastei Lübbe betreibt ebenfalls Podcasts – und weil diese so beliebt sind, sogar gleich mehrere. "Wir haben den Vorteil, dass wir für die Produktion unserer Hörbücher eigene Tonstudios im Haus haben, in denen wir auch die Podcasts aufnehmen«, sagt Marc Sieper, der Leiter von Lübbe Audio. 2015 legte Lübbe mit einem ganz speziellen Podcast los: rund um das Thema John Sinclair. Und das hat eine große Fanszene, wie die Klickzahlen beweisen: "Der John-Sinclair-Podcast ist von Anfang an durch die Decke gegangen, die Spitze lag bei 80.000 Hörern", so Sieper – und ergänzt: "Fairerweise muss dazu gesagt werden: Jede Plattform hat eine andere Zählweise. Bei der einen genügt schon, wenn der Podcast gestartet wird, andere Anbieter zählen nur komplett gehörte Beiträge." Inhaltlich ähnelt der Podcast einer Radioshow mit Interviews, Hörbeispielen und Hintergrundinformationen, die beispielsweise die Entstehungsgeschichte zur Serie erzählen oder erklären, wie eine Szene aufgebaut ist.

Das Lübbe-Tonstudio

Das Lübbe-Tonstudio © Lübbe

Ende 2016 startete Lübbe den Podcast "Bücher!", der allgemein Titel aus dem Lübbe-Programm vorstellt, im November 2017 folgte der "Kinder­bücher!"-Podcast. Anfänglich war das noch Trial and Error, wie sich Marc Sieper zurückerinnert. "Wenn ein Autor oder Illustrator im Haus war und Lust hatte, sprachen wir im Tonstudio über das aktuelle Projekt. Es unterlag also dem Zufallsprinzip. Wir bekamen aber so viel Zuspruch, dass wir dazu übergingen, unsere Podcasts fest zu planen und regelmäßig zu produzieren." Obgleich die Zielgruppe disparater ist als bei John Sinclair, hat "Bücher!" sehr gute Klickraten. "Wir liegen deutlich im vierstelligen Bereich. Das variiert aber je nach Thema: Ein Exklusivinterview mit Mona Kasten bringt auch mal 40.000, 50.000 Klicks", berichtet Sieper.


Viele junge Hörer  

Die vorrangige Motivation, einen Podcast zu machen, ist natürlich, die Leser zu erreichen. "Wir sehen den Podcast als Ergänzung zu unseren bestehenden Social-Media-Kanälen", sagt Marie Claire Lukas von DuMont. Eine Umfrage von AS & S Radio und ARD-Werbung im Sommer 2017 habe bereits ergeben, dass über 20 Millionen Menschen in Deutschland Podcasts hören: "Und die Zahl steigt. Da ist es naheliegend, diesen Weg zu gehen", meint Lukas. Damit eröffnen sich neue Zielgruppen, wie auch Laura Reichert von Penguin bestätigt: "Mit Podcasts kann man verstärkt eine junge Zuhörerschaft erreichen."

Bei Bastei Lübbe war der vorrangige Grund für den John-Sin­clair-Podcast, Inhalte medial anders zu vermitteln. "Social-Media-Kanäle sind mitunter ein wenig eindimensional. Wenn Texte aber gesprochen werden, hört man die Betonung und kann Menschen, die man sonst nur durch gedruckte Texte kennt, auf eine angenehme Art persönlich erleben", sagt Marc Sieper von Lübbe Audio. Marie Claire Lukas ergänzt noch einen weiteren Aspekt: "Die Aufmerksamkeitsspanne bei Podcast-Hörern ist sehr hoch, entsprechend können komplexe Inhalte vermittelt werden."

Stichwort Inhalt: Im Unterschied zu den meisten anderen Verlagen konzentriert sich "Hanser Rauschen" nicht ausschließlich auf Themen aus dem Hanser Verlag. Bereits im zweiten Podcast wurde mit Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow ein KiWi-Autor präsentiert – im Gespräch mit Hanser-Berlin-Lektorin Lina Muzur. Man sei weniger an Buchwerbung interessiert, betont Onlinemanagerin Frauke Vollmer, die Aufnahmen seien deshalb auch nicht an aktuelle Titel geknüpft, vielmehr wolle man die "vielseitigen Themen der Branche" anschneiden. "Wir fänden es toll, wenn der Podcast eine relevante Plattform würde, die spannende Impulse bringt." Dementsprechend sollen Hörer künftig auch Themen vorschlagen können.

Podcast-Charts gestürmt 

Bastei Lübbe gehört zu den alten Hasen im Podcastgeschäft – und hat eine entsprechend große Hörerschaft. Doch auch die anderen Verlage und Blogger registrieren ein wachsendes Interesse am Hören. "Long Story Short" aus der Verlagsgruppe Random House etwa stieg direkt auf Platz 5 der iTunes-Podcast-Charts ein, wie Karla Paul mit großer Freude berichtet. Und bei "blauschwarzberlin" vom Berliner ocelot-Team gab es gleich am ersten Tag 140 Downloads. "Das ist ja, wenn man es genau nimmt, nur die Zweitverwertung unseres Instagram-­Videos", sagt Maria-Christina Piwowarski. Bloggerin Lea Kaib kann vom Carlsen-Podcast "Storyhunting" Ähnliches berichten: "Die Rückmeldungen sind überwältigend. Vor allem auf Instagram haben viele Nutzer Screenshots von ihrem Hörerlebnis gemacht und mich verlinkt."

Und die Zukunft? 

Dass Podcasts ein Revival erleben, überrascht eigentlich wenig – zumal sich der Produktionsaufwand durch die einfache Technik, durch günstige Mikrofone, kostenlose Schnittprogramme und die problemlose Verbreitung über neue Internetplattformen in Grenzen hält. "Die Leute tragen heute viel öfter Knöpfe im Ohr und lassen sich unterwegs berieseln", be­obachtet Maria-Christina Piwowarski, während Sarah Pützer nicht die Einzige sein dürfte, die auch zu Hause gern Podcasts hört, zum Beispiel bei der Hausarbeit. Die Tendenz ist steigend: "Der Musikstreamingdienst Spotify geht davon aus, dass bis zu 20 Prozent seines Traffics in den nächsten Jahren aus Podcasts bestehen werden", sagt DuMont-Pressereferentin Marie Claire Lukas. "Um dieses Potenzial auszuschöpfen, will Spotify 500 Millionen Dollar für selbst produzierte Audioformate ausgeben."

Vor allem in den beiden Monaten März und April sind viele neue Podcast-Formate in der Verlagsbranche an den Start gegangen – ist der Peak damit schon erreicht? Fragt man die Verlage, ist die Antwort ein klares Nein – sowohl die Verlagsgruppe Random House als auch Bastei Lübbe deuten an, dieses Jahr weitere Podcast-Projekte zu launchen. Da heißt es: Ohren auf und genau hinhören, was da noch so kommt.

Die genannten Podcasts im Überblick

"Hanser Rauschen" (Link zum Podcast)

  • Anbieter: Hanser Verlag
  • Inhalt: Themen aus der Buchbranche –
  • nicht nur mit Hanser-Autoren
  • Rhythmus: alle 14 Tage
  • Länge: 45 – 60 Minuten

"DuMont auf Sendung" (Link zum Podcast)

  • Anbieter: DuMont Buchverlag
  • Inhalt: Aufnahmen aus dem Verlag, mit Autoren,
  • die zugeschaltet werden oder vor Ort sind
  • Rhythmus: einmal im Monat
  • Länge: etwa 30 Minuten

"Long Story Short"

  • Anbieter: Verlagsgruppe Random House
  • Inhalt: vier Buchtipps in 20 Minuten
  • von Karla Paul und Günter Keil
  • Rhythmus: alle 14 Tage
  • Länge: 20 Minuten


"Penguin lädt ein" (Link zum Podcast)

  • Anbieter: Verlagsgruppe Random House
  • Inhalt: Die Journalistinnen Andrea Lindner und Ann-Kathrin Eckardt sprechen mit Autoren und Akteuren der Verlagsbranche
  • Rhythmus: alle 14 Tage
  • Länge: 30 – 45 Minuten

"Storyhunter" (Link zum Podcast)

  • Anbieter: Carlsen Verlag, mit der Bloggerin Lea Kaib
  • Inhalt: Verlagsneuigkeiten, Blick hinter die Kulissen
  • Rhythmus: einmal im Monat
  • Länge: etwa 20 Minuten

"foejetong" (Link zum Podcast)

  • Anbieter: Magdalena Beyer und Sarah Pützer
  • Inhalt: Die Bloggerinnen sprechen über Themen aus dem Kulturbereich, vor allem Feminismus, Klassiker, Popkultur
  • Rhythmus: alle zwei Monate
  • Länge: 45 – 90 Minuten

"blauschwarzberlin" (Link zum Podcast)

  • Anbieter: Lohmann & Piwowarski GbR
  • Inhalt: "Letzte Lektüren"; künftig auch Buchbranchenthemen
  • Rhythmus: alle vier bis sechs Wochen
  • Länge: etwa 60 Minuten

Büchergilde Buchhandlung und Galerie Frankfurt (Link zum Podcast)

  • Anbieter: Büchergilde Buchhandlung Frankfurt
  • Inhalt: Orientiert sich am Veranstaltungsprogramm − Aufnahme von Lesungen, aber auch Interviews mit Menschen über besondere Bücher abseits des Mainstreams
  • Rhythmus: einmal im Monat
  • Länge: etwa 20 Minuten

"Bücher!" (Link zum Podcast)

  • Anbieter: Lübbe Audio / Bastei Lübbe
  • Inhalt: das gesamte Spektrum des Verlags (außer John Sinclair und Kinderbücher, die eigene Podcasts haben)
  • Rhythmus: alle 14 Tage
  • Länge: mindestens 15 Minuten

Weitere (neue) Literatur-Podcasts

"Next Book Please" (Link zum Podcast)

  • Anbieter: Hamburger Abendblatt und Literaturhaus Hamburg
  • Inhalt: Kulturredakteur Thomas Andre und Literaturhaus-Leiter Rainer Moritz besprechen vier belletristische Neuerscheinungen
  • Rhythmus: einmal im Monat
  • Länge: circa 30 Minuten

"Kleine große Welt" (Link zum Podcast)

  • Anbieter: Sauerländer Audio und Argon Verlag
  • Inhalt: Dirk Kauffels stellt schöne und besondere Kinderbücher vor, erzählt Geschichten und interviewt Schauspieler, Autoren und Hörbuchmacher
  • Rhythmus: alle 14 Tage
  • Länge: 45−60 Minuten

"Dear Reader − Der Literaturfunk" (Link zum Podcast)

  • Anbieter: detektor.fm
  • Inhalt: Mascha Jacobs spricht mit Autoren über die Bücher ihres Lebens
  • Rhythmus: alle drei Wochen
  • Länge: gut 30 Minuten

"Seite 37 – Der Literatur-Podcast" (Link zum Podcast)

  • Anbieter: detektor.fm
  • Inhalt: Franziska Wilhelm und Claudius Nießen sprechen mit Gästen über Themen aus der Literaturwelt
  • Rhythmus: einmal im Monat
  • Länge: 30−60 Minuten

"Stories. Der Buch-Podcast" (Link zum Podcast)

  • Anbieter: Funk, das Content-Netzwerk von ARD und ZDF
  • Inhalt: ein Autor mit aktueller Neuerscheinung steht im Fokus
  • Rhythmus: wöchentlich
  • Länge: 45−90 Minuten

"Papierstau" (Link zum Podcast)

  • Anbieter: Robin Schneevogt u.a.
  • Inhalt: Mehrere Blogger sprechen über literarische und popkulturelle Themen
  • Rhythmus: wöchentlich
  • Länge: rund 60 Minuten

"Die Schreibenden" (Link zum Podcast)

  • Anbieter: Die Autorin und Moderatorin Anja Goerz
  • Inhalt: Goerz spricht mit den Schreibenden über den Umgang mit Kritik, Bestseller − mit kurzer Lesung und Buchempfehlungen
  • Rhythmus: geplant alle 14 Tage
  • Länge: 14−45 Minuten

Für Ende Juni ist angekündigt:

"Phantastische Storys und wo sie zu finden sind"

  • Anbieter: argon.lab und Tor Online
  • Inhalt: Beliebte Hörbuchsprecher lesen SF- und Fantasy-Kurzgeschichten deutscher und internationaler Autoren. Die Moderation übernimmt Phantastik-Autorin Judith Vogt
  • Rhythmus: geplant alle 14 Tage
  • Länge: -

Schlagworte:

Media

3 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • Kilian Kissling

    Kilian Kissling

    Wieso wird im Aufmacher die Entwicklung bei Podcasts als Hype bezeichnet? Wir stellen eine ganz reelle Nachfrage fest, auf die wir mit unseren verschiedenen Formaten reagieren.

  • Harald Kraft

    Harald Kraft

    Als Hype würde ich einen Podcast nicht bezeichnen.
    Vielmehr gibt so ein Podcast, welches ja ein Interview mit einem Autor (einer Autorin) ist, Einblick in so eine Literaturwerkstatt, wie das Schreiben eigentlich heute in der Gegenwart so abläuft und welche Inspirationen dazu notwendig sind, um letztendlich einige Konzepte zu einer Texthandlung zu entwerfen.
    Da gibt es erste Eindrücke von Texten und man geht auch oftmals auch den Fragen nach: Warum wurde gerade jetzt dieser Text geschrieben? Was möchte der Autor/ die Autorin den Lesern damit mitteilen?
    Ein Podcast setzt eigentlich nur so kurze Streiflichter von Texten und gibt prägnante Informationen über den Verfasser/- die Verfasserin.
    Spannend wird ein Podcast dann, wenn der Interviewer es versteht, seine Fragen so zu stellen, dass dieses Podcast noch mehr Interesse beim Zuhörer/- in weckt.
    Podcasts gewinnen im übertragenen Sinn in der Vielfalt der Medien etwas mehr an Bedeutung, weil sie gezielter Informationen über Schreibentwürfe und auch Ausschnitte aus neuen Texten von neueren Autoren/- innen bringen, die man eigentlich noch nicht so genauer kennt.
    Und oft gibt es auch erste Eindrücke über das Leben oder den Werdegang vom Schriftsteller/ - oder der Schriftstellerin.
    Podcasts können also zu richtigen Entdeckungen in der Gegenwartsliteratur sein, wo mancher Leser gute Hinweise für Bücher bekommen kann.
    Bei bestimmten Leseabenden können auch Podcasts in Buchhandlungen gezeigt werden. Dies könnte dann praktisch auch Neuland in einer Buchhandlung werden. So Versuche als Start in eine andere Art von Lesung wären doch vorstellbar.

  • Roswitha Schäfer-Neubauer

    Roswitha Schäfer-Neubauer

    Für mich ein ganz klarer Beweis dafür - dass der öffentlich-rechtliche Hörfunk - das Fernsehen sowieso - die Kultur im allgemeinen und die LITERATUR im Besonderen seit Jahren vergessen hat, so gut wie aus seinen Programmen gestrichen hat. Die Zeiten eines Literarischen Quartetts wie einst mit MMR werden uns, die wir diese Jahre erleben durften in schmerzhaft-wehmütiger Erinnnerung - weil danach im Grunde "nichts" mehr kam. Entweder zu hemdsärmelig - /Elke Heidenreich (LESEN!) oder zu gekünstelt, (dazu gäbe zu viel zu sagenn.) oder einfach auch sterbenslangweilig wie die Totgeburt Literarisches Quartett als Aufguß. Kein Wunder, dass wir nach diesen lebendigen Kurzformen lechzen, die wir früheren Rundfunkjournalisten in alles Variationen kannten,, und liebten, produzierten, denn tatsächlich gab es - vor dem InternetZeitalter eine Hörfunk-Kultur - und Vielseitigkeit - die leider ebenfalls weitgehend in den Archiven der Vergangenheit verstaubt ist. Statt von "Hype" zu sprechen - würde ich "juchhu! Hablamos cultura! " Der eingestampfte Geist blüht auf wie vertrocknete Erde: Endlich sprechen Menschen wieder von Literatur und Kultur, von Trends, stellen neue und bekannte Autoren neu dar, klar, das Marketing nicht aus den Augen verlierend....empfinde ich diese Bereicherung des Seins als Lesesüchtige und damit Denkende, Neugierige.... als eine OASE in einer Zeit - da der öffentlich-rechtliche Rundfunk als (so dachte ich früher einmal ) Kulturvermittlerin kläglich versagt hat und stattdessen Seichtheit als Talk oder gar "Information" deklariert.

    • Informationen zum Kommentieren

      Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

    • Mein Kommentar

      Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

      Ihr Profilbild können Sie über den externen Dienst Gravatar einbinden.

      (E-Mail wird nicht veröffentlicht)
      CAPTCHA image
      Wenn Sie die Buchstabenkombination nicht entziffern können, erhalten Sie durch Klick auf die Buchstaben eine neue Kombination.

      * Pflichtfeld