Bertelsmann weiter auf Wachstumskurs

Umsatzsprung im ersten Halbjahr

Der Bertelsmann Konzern hat im ersten Halbjahr 2019 einen Umsatz von 8,6 Milliarden Euro erzielt – der höchste Wert seit zwölf Jahren. Das Konzernergebnis übertraf mit 502 Millionen Euro den Wert des Vorjahres. Zur starken Performance trug auch die Verlagsgruppe Penguin Random House bei.

Corporate Center, Gütersloh

Corporate Center, Gütersloh © Bertelsmann

Treiber der positiven Entwicklung seien ein weiteres Mal die Digital- und Wachstumsgeschäfte des Konzerns gewesen, teilt Bertelsmann mit. Strategische Fortschritte habe man besonders beim Aufbau von Partnerschaften und Allianzen, darunter der Bertelsmann Content Alliance in Deutschland, erreicht. Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen von einem positiven Geschäftsverlauf aus; das Konzernergebnis soll zum fünften Mal in Folge die Milliardengrenze übersteigen.

Der Konzernumsatz von Bertelsmann stieg im Berichtszeitraum um 4,6 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro (H1 2018: 8,2 Milliarden Euro). Das organische Wachstum verbesserte sich signifikant auf 3,2 Prozent (H1 2018: 2,4 Prozent). Besonders positiv entwickelten sich Penguin Random House sowie die strategischen Wachstumsplattformen Fremantle, BMG, Arvato Supply Chain Solutions und die Bertelsmann Education Group.

In Summe verzeichneten die Wachstumsgeschäfte einen organischen Umsatzanstieg um 10,6 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Sie erwirtschafteten damit einen Anteil von rund 35 Prozent am Gesamtumsatz.

Das Operating EBITDA verbesserte sich deutlich auf 1,29 Milliarden Euro (H1 2018: 1,07 Milliarden Euro) und verzeichnete so – auch ohne Berücksichtigung eines einmaligen positiven Effekts durch die erstmalige Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards für Leasingverhältnisse – einen neuen Rekordwert. Nahezu alle Bertelsmann-Unternehmensbereiche verbesserten ihr operatives Ergebnis, allen voran Penguin Random House und Arvato.  

Das Konzernergebnis übertraf mit 502 Millionen Euro erneut die Marke von einer halben Milliarde Euro (H1 2018: 501 Millionen Euro).

Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, erklärte: "Das erste Halbjahr 2019 lief sehr erfolgreich für Bertelsmann. Wir haben unser Wachstumstempo in den vergangenen Monaten noch einmal gesteigert; der Ausbau unserer Digital- und Wachstumsgeschäfte zahlt sich immer deutlicher aus. Bertelsmann ist heute wachstumsstärker, digitaler, internationaler und diversifizierter. Wir werden unsere Investitionen in lokale Premium-Inhalte sowie Dienstleistungsangebote in den kommenden Jahren noch erhöhen. Dabei setzen wir verstärkt auf bereichs- und branchenübergreifende Partnerschaften – bestes Beispiel ist der erfolgreiche Start der Bertelsmann Content Alliance."

Das Unternehmen hat die Bertelsmann Content Alliance im Februar gelauncht, sie steuert die Zusammenarbeit der Inhaltegeschäfte von Bertelsmann in Deutschland. Die Bertelsmann Content Alliance entwickelt und vermarktet bereichsübergreifend bestehende und neue Formate, etabliert neue Inhalte-Trends und schafft damit umfassende Angebote für Kreative. Zu den ersten Projekten der Bertelsmann Content Alliance gehörte vor allem die Gründung der Audio Alliance, in der Entwicklung, Produktion und Vertrieb aller Podcasts und Audio-on-Demand-Angebote von Bertelsmann gebündelt sind.

Die Ad Alliance – die Gemeinschaft der Werbevermarkter IP Deutschland, G+J EMS, Smartclip und Spiegel Media – gewann im Mai die gemeinsame Vermarktungsorganisation von Axel Springer und der Funke Mediengruppe, Media Impact, als Partner. Das Ad-Alliance-Portfolio umfasst somit sieben TV-, 91 Print- und 110 Digital-Marken sowie das Angebot der Audio Alliance.

Zugpferd "Becoming"

Penguin Random House verzeichnete laut Bertesmann ein starkes erstes Halbjahr 2019 mit Zuwächsen bei Umsatz, Ergebnis und Marktanteilen der Publikumsverlagsgruppe in zentralen Märkten. Unter Berücksichtigung der vollständig von Bertelsmann gehaltenen Verlagsgruppe Random House erreichte der Umsatz 1,7 Milliarden € (H1 2018: 1,5 Milliarden €). Die Steigerung um 11,3 Prozent ist vor allem auf zugkräftige Bestseller, hohe Wachstumsraten bei Audioformaten und Zukäufe zurückzuführen. Das Operating EBITDA stieg von 171 Millionen € im Vorjahreszeitraum um 33 Prozent auf nunmehr 227 Millionen €.

Das Halbjahr war maßgeblich geprägt von einer starken Bestsellerperformance, allen voran die Autobiografie "Becoming" der früheren First Lady der USA, Michelle Obama. Nach sieben Millionen verkauften Exemplaren im Jahr 2018 wurde "Becoming" von Januar bis Juni 2019 weltweit weitere gut 2,8 Millionen Mal von Penguin-Random-House-Unternehmen abgesetzt. Zusammen mit Ausgaben, die unter der Regie von Penguin Random House in Lizenz in 45 Sprachen und allen Formaten verkauft wurden, summierte sich der weltweite Absatz seit der Erstveröffentlichung auf mehr als 11,5 Mio. Exemplare.

Penguin Random House erwarb im ersten Halbjahr den britischen Kinderbuchverlag Little Tiger Group sowie in den USA einen Anteil an dem innovativen Verlag Sourcebooks. Penguin Random House Grupo Editorial baute ihre führende Position im spanischsprachigen Markt mit der Übernahme der Verlagsgruppe Ediciones Salamandra aus.

Weitere Informationen zum ersten Konzernhalbjahr finden Sie hier.

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