Kundenbindung: Kreuzfahrt mit Mare

"Wir verdienen einen sechsstelligen Betrag netto pro Jahr"

Der Mare-Verleger Nikolaus Gelpke bietet auf dem verlagseigenen Schiff MS Cape Race ab Mai Kreuzfahrten an. Zum einen will er damit fürs Meer sensibilisieren, zum anderem Geld verdienen, das dann in Bücher fließen kann. Ein Interview. FRAGEN: CHRISTINA SCHULTE

Die Cape Race im Eis

Die Cape Race im Eis © Jack Smith

Nikolaus Gelpke

Nikolaus Gelpke © Mathias Bothor

Mare sticht ab Mai in See. Wie kommt's?
Zuerst war es nur die Liebe zu solchen alten Fischkuttern. Dann kam die Idee, damit die Menschen für das Meer zu sensibilisieren, so zum Schutz des Ökosystems beizutragen und dabei noch Geld zu verdienen. Der ehemalige Besitzer wollte das Schiff verkaufen, und trotz schwerer Bedenken und Zweifel schlug ich ein. Ein eigenes Schiff birgt größere Risiken und mehr Arbeit, aber wir können mehr selbst gestalten.

Finden sich genug Reiselustige, die mit Ihnen auf Tour gehen?
Das ist das Großartige: Wir sind für die Saison 2020 fast ausgebucht. Nur noch wenige Plätze auf einer einzigen Spitzbergen-Expedition und einige Wintertouren in Nordnorwegen sind noch frei. Die ersten Buchungen für das kommende Jahr sind auch schon erfolgt. 

Verdienen Sie tatsächlich Geld, wenn immer nur zwölf Personen mitfahren können?
Wir wissen jetzt schon, dass wir einen sechsstelligen Betrag netto verdienen pro Jahr. Das Geld können wir gut und sehr gern in neue Bücher investieren.

Das Portfolio von Mare wird immer breiter ...
Es ist sehr spannend zu sehen, wie sich die Aktivitäten in den letzten Jahren – vom Künstlerhaus, der Villa Willemsen, bis zur Cape Race – erweitert haben und alle im Verlag dies mittragen.

P.S. Wer die MS Cape Race persönlich in Augenschein nehmen möchte, kann dies im Februar in Hamburg tun. Anfang des Monats kommt das Expeditionsschiff aus der isländischen Werft Stálsmiðjan-Framtak, wo es seit 2018 generalüberholt wurde.

Bevor das Schiff nach letzten Ausbesserungsarbeiten mit den ersten Reisenden am 12. Mai zur Jungfernfahrt nach Spitzbergen aufbricht, wird die Cape Race einen Monat lang im City Sporthafen andocken, kündigt der mareverlag an. An ausgewählten Terminen gibt es für alle Hamburgerinnen und Hamburger die Gelegenheit, die Cape Race zu besichtigen, an Bord zu gehen und das hochseetaugliche Expeditionsschiff zu erkunden.

Vor Ort beantwortet die mare-Crew den Besucherinnen und Besuchern zudem Fragen zur Geschichte und Beschaffenheit des Schiffs, zu den zukünftigen mare-Reisen sowie zu den vielfältigen Verlagsprojekten.

Im Herbst 2017 erwarb der mareverlag das Schiff, das 1963 als erster Stahltrawler Kanadas gefertigt und 2006 zu einem Expeditions- und Forschungsschiff umgebaut wurde. Die Qualität der Ausstattung und die Sicherheitsstandards würden in Zukunft dafür sorgen, "dass das Schiff nicht die geringsten Spuren im Meer hinterlässt", so der Verlag.

Open-Ship-Termine:

Liegeplatz: City Sporthafen (Vorsetzen 1, 20459 Hamburg)

  • Donnerstag, 13.02.2020, 12-16 Uhr
  • Freitag, 14.02.2020, 12-16 Uhr
  • Donnerstag, 20.02.2020, 12-16 Uhr
  • Freitag, 21.02.2020, 12-16 Uhr
  • Sonntag, 23.02.2020, 12-16 Uhr

Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung nicht notwendig.

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