Wolfgang Jöst kritisiert Libris Politik bei Niedrigpreistiteln

"Das ist schon ein dicker Hund"

Immer häufiger Meldenummer 17 und ein Grundrabatt, der nur knapp über 12 Prozent liegt - Wolfgang Jöst, Inhaber des Antiquariats Ubu in Bochum, kritisiert Libris Auslistungen und Rabattkürzungen bei Titeln unter 5 Euro. 

Wolfgang Jöst

Wolfgang Jöst © privat

Mein Barsortiment beliefert mich kleinen Fisch nur zweimal in der Woche und schickt die Bücher per Post! Vor nicht so langer Zeit hatte es ein Foto von riesigen Lagerhallen auf seiner Webseite mit der Aufschrift: "Lager mit mit 1 Millionen über Nacht lieferbaren Titel und 10 Millionen Katalogartikeln." Das sieht man jetzt nur noch bei der wayback machine, es wurde vielleicht wegen der schlechten Sprache entfernt.

Außerdem zeigte das Foto eh nicht das eigene Lager. Jetzt steht da u.a.: "Wir bieten das größte Barsortiments-Angebot im deutschen Buchmarkt. Ab 2022 über 5 Mio. über Nacht lieferbare Titel. Wir bieten Ihnen gute Konditionen (hohe Taschenbuch-Rabatte, Bonus-Systeme, skontierbare Rechnungen etc.)." !!!

Seit etwa einem Jahr kriege ich bei meinen Bestellversuchen immer häufiger die Meldenummer 17 -  führen wir nicht beziehungsweise nicht mehr. Ich brauchte vergangene Woche mehrere Mayröcker-Titel von Suhrkamp - Meldenummer 17. Ich bestellte dann via Zeitfracht, und so schnell wäre auch das Barsortiment nicht gewesen, so schnell wie das Paket mit den Büchern da war. Dieser Tage: "Transzendentale Reflexion und Geschichte" von Karl-Otto Apel, ein suhrkamp taschenbuch wissenschaft (stw) von 2017 - Meldenummer 17 - auch schon da.

Und nun diese Mail vom Barsortiment mit zunächst einem Dementi der Meldungen in der Branchenpresse über eine weitgehende Auslistung von Artikeln mit niedrigen Preisen (unter 5,00 Euro), dann eine Schuldzuweisung an die Verlage, die entgegen dem Preisbindungsgesetz dem Zwischenbuchhandel nicht mehr den Höchstrabatt gewähren, gefolgt von einem Bekenntnis pro Buchhandel: "dass nur ein breit aufgestellter Katalog mit Büchern und Medien aller Kategorien geeignet ist, die Wünsche Ihrer Kunden zu bedienen und damit weiter die Attraktivität des Buchhandels vor Ort zu stärken."

Und dann "Daher möchten wir Ihrem berechtigten Wunsch nachkommen, diese Titel weiterhin zu führen, mussten dafür jedoch neu kalkulieren: Ab dem 1. Februar 2020 gilt bei Niedrigpreis-Artikeln mit einem Ladenpreis kleiner und gleich € 5,00 ein Grundrabatt von 12 %. Mit Hilfe dieser Änderung ist es uns in Zukunft weiter möglich, das größte über Nacht verfügbare Titelangebot im deutschen Buchmarkt für Sie am Lager vorrätig zu halten."

Das ist schon ein dicker Hund. Was sagt denn zum Beispiel Reclam dazu? Oder der Verlag der Hamburger Lesehefte? Sind das Verlage, die dem Barsortiment nicht den Höchstrabatt gewährten?  Müsste nicht auch berücksichtigt werden, dass der Buchhandel - allein schon wegen der Lieferkosten - sowieso schon darauf achtet, mehrere Titel gleichzeitig zu bestellen?  Und die sind dann, weil meist für diverse Kunden, auch aus diversen Preiskategorien. 

Für das Lager wurde doch beim Barsortiment traditionell kaum bestellt, dafür gab es doch Abschlüsse mit Verlagen, Vertreter- und Messebestellungen mit Reiserabatt, Partieexemplaren und längeren Zahlungszielen .

Und wie ist es jetzt beim Einkauf von eiligen Klassensätzen von 20 Stück und mehr von einem Billigtitel, wo doch zum Beispiel "Nathan der Weise" von Lessing pro Stück nur  2,20 oder 3,- Euro kostet ? Angeblich liefert Thalia die sogar einzeln noch portofrei aus! Schon mal von Staffelrabatt gehört ?

"Barsortimente bilden das Hintergrundlager des Bucheinzelhandels. Sie führen den größten Teil aller Titel der physischen deutschsprachigen Buchproduktion, mit denen sie im Durchschnitt 90 bis 98 Prozent des Bedarfs einer Sortimentsbuchhandlung abdecken. ... Auf diese Weise können die Buchhandlungen gebündelt, schnell (über Nacht) und kostengünstig alle Titel besorgen, die die Barsortimente auf Lager haben. Damit helfen die Barsortimente dem Buchhandel, seinen Besorgungsauftrag im Rahmen der Preisbindung zu erfüllen und entlasten die Verlage bzw. deren  Auslieferungen von der Ausführung kostspieliger Kleinbestellungen."

Tja, so steht das im letzten "ABC des Zwischenbuchhandels", das dringend überarbeitet werden müsste, wie auch die Wikipedia-Artikel zum Thema.

Hatte ein Barsortiment  nicht traditionell gerade darin einen wichtigen Teil seiner Seinsberechtigung, dass es nicht nur breit aufgestellt war, sondern auch billige Titel schnell liefern konnte? So neu ist die ganze Chose übrigens nicht. Vor etwa 40 Jahren schilderte Fritz J. Raddatz die Probleme unter dem Titel  "Wachstum in den Tod. Treibt die Gigantomanie Verlage und Buchhandel in den Ruin?"

Raddatz aus der Vergangenheit über Gegenwart und Zukunft: "Ist ein Titel im Barsortimentskatalog nicht aufgeführt – dann ist er aus der Welt der Bücher verschieden. Der Buchhändler kann den Titel nicht ermitteln, bestellen, liefern, verkaufen. Ein Leichnam aus Papier. Irgendwo im Verlag dämmert diese Ausgabe dem Reißwolf entgegen."

Wie sagte doch der Dichter lange vor America First damals kurz vor der Weltwirtschaftskrise: "Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral!"

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27 Kommentar/e

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  • Dr. Sonja Ulrike Klug

    Dr. Sonja Ulrike Klug

    Tja, so langsam aber sicher, führen sich die Barsortimente selbst aufs Abstellgleis. Und sie haben es auch meiner Meinung nach nicht besser verdient! Den angeblichen "Service" lassen sie sich extrem hoch vergüten und kriegen jetzt trotzdem nichts zustande. Dann gibt es nur 2 Möglichkeiten:
    1. Barsortiment stirbt, Ware kommt nicht mehr in 24 h, sondern über Verlagsauslieferung in 2-3 Tagen. Wäre kein Drama in den meisten Fällen! Bücher sind eigentlich keine eiligen Apothekenwaren, von denen Leib und Leben abhängen. Und: Amazon liefert - entgegen weiten Glaubens - auch schon seit Jahren nur noch gegen saftigen Aufpreis innerhalb von 24 h. Auch dort muss der Kunde längst bereits 3-5 Tage auf die Lieferung warten, wenn er nicht zusätzlich zahlen will.
    2. Liebe Buchhändler, klammert euch nicht so sehr ans Barsortiment, sondern guckt v.a. öfter ins VLB herein. Da muss eben der eine oder andere Titel direkt bei der VAL bestellt werden oder direkt beim Verlag. Kein Weltuntergang! Einen nicht-funktionierenden, dafür aber teuren und "exklusiven" Service, der nur noch "Bestseller-gierig" ist und alle anderen Titel ignoriert, an denen sich angeblich nicht gut genug verdienen lässt, auf den kann die Branche dankend verzichten! Vielleicht sollte sich das Barsortiment mit der Dt. Post zusammentun - die denkt nämlich ganz genauso "gewinnoptimiert" bzw. "kundenfeindlich".

  • Dieter Dausien

    Dieter Dausien

    Diese Politik von libri ist ein typischer Fall von Cherrypicking - rationelle Geschäfte machen, die nervenden Sachen abstoßen. Aber genau das ist nicht die Funktion eines Barsortiments - im Gegenteil: Sie besteht gerade im Organisieren der Verfügbarkeit eines breiten Angebots, gerade auch solcher Titel, bei denen der einzelne Verlagsbezug nicht rationell ist. Mischkalkulation heißt das Zauberwort.
    Sonst fangen wir Buchhandlungen demnächst auch an, sich nicht rechnende Geschäfte abzulehnen oder führen Verlagsbestellungen erst ab 50 € Ladenpreis aus. Das hat dann aber mit Sinn und Aufgabe der Preisbindung nichts mehr zu tun.

  • Dirk Laker

    Dirk Laker

    Tja, seit des Paukenschlags, mit dem kNV fast in den Untergang geschlittert wäre, sortiert auch Libri fleissig aus. Zu finden sind längst nicht mehr alle Titel der kleinen und mittleren Verlage. Dies vor allem, wenn davon nur geringe Mengen umgeschlagen werden. Buchhändler haben tatsächlich nur dann eine Chance noch immer lieferbare Titel zu finden, wenn diese den Blick "Out of the Box" wagen und nicht nur die Suchsysteme der Grossisten bemühen. Wir für unseren Teil haben unsere Konsequenzen daraus gezogen und bieten unsere Leseprodukte, oh - eigentlich wollte ich Bücher sagen, auch über einen Online-Shop an. Dort werden garantiert alle lieferbaren Bücher unseres kleinen, aber feinen Verlags angezeigt. Ich denke, dass es vielen anderen kleineren und mittleren Verlagen ähnlich geht.

  • Jens Bartsch

    Jens Bartsch

    @Dr. Sonja Ulrike Klug
    Viele Dinge in Sachen Barsortiment sehe ich durchaus sehr kritisch, aber dieses Statement scheint mir doch mit sehr heißer Nadel gestrickt und extrem zu kurz gedacht:
    1. Die „So-What-Haltung” in Sachen Lieferzeit halte ich für brandgefährlich! Wir konkurrieren hier als Buchhandlung (Tagesbelieferung Könemann/Libri und KNV) nicht mit dem „normalen” Amazon Lieferservice, der mit dem ins Feld geführten „saftigen Aufschlag” eine beschleunigte Lieferung verspricht – wir konkurrieren hier gegen AMAZON-PRIME!!! HALLO – die Jahresgebühr dort ist lächerlich niedrig, wird mit diversen anderen Gimmicks aufgehübscht und das Publikum nimmt fleißig daran teil – schauen Sie sich die Zuwachsraten dort mal an und raten Sie, warum Amazon beim Vertrieb gerade auf dieses Pferdchen setzt! !!!
    2. Doch, es ist ein Weltuntergang, wenn wir seit Jahren versuchen, Bestellungen sinnvoll zu bündeln und jetzt wieder Einzelbestellungen beim Verlag generieren sollen. Gerade die Kundenbestellungen beim BS sind eine sinnvolle Bündelung – was sonst folgt sind Einzelpakete, Einzelrechnungen, Einzelbearbeitungen. Wollen wir das wirklich?
    3. Das Nichtfunktionieren des Barsortiments stimmt so nicht, trotz Titelreduktion funktioniert es und übernimmt für uns nach wie vor eine entlastende Aufgabe, nämlich das im Artikel erwähnte Hintergrundlager, auch wenn dies radikal reduziert wurde. Wie Sie bei der aktuell immer noch lieferbaren Titelzahl eine „Bestsellergierigkeit” anmerken können, dies ist mir schleierhaft.
    4. Schlussendlich ist das Barsortiment ähnlich Ihres Verlages und unserer Buchhandlung ein Unternehmen, welches wirtschaftlichen Gegebenheiten unterliegt. Die Aufgabe von Buchhandlungen, die Übergabe von Buchhandlungen an große Filialunternehmen und dadurch verschobene Bezugsstrukturen (inklusive diskussionswürdiger Rabattstrukturen) schlagen sich auch bei den Barsortimentern nieder und zwingen nicht nur Ihren Verlag, sondern auch die Zwischenhändler zum Überdenken althergebrachter Strukturen. Nicht laufende Titel werden Sie in Ihrem Verlag doch auch nicht über Jahre mitschleppen, sondern schmeißen die (sorry – sehr salopp gesagt) irgendwann raus, so wie wir dies nach reiflicher Überlegung eben gelegentlich auch tun. Kundenfeindlich ist dies weder bei Ihnen, noch bei uns, beim Barsortiment dann schon?
    5. Über die Umstände und Einzelfälle von Auslistungen kann man in der Tat trefflich streiten und diskussionswürdig ist die plötzliche und so furchtbar kommunizierte Auslistungsorgie bei Libri allemal. Ebenfalls extrem diskussionswürdig wäre aber ein Gespräch darüber, welche Buchhandels- oder anderen Verkaufsgrößen direkt oder indirekt denn mittlerweile seitens Verlag größere Rabatte als das BS einheimsen. Das ist alles schlimm genug, aber deshalb locker zu behaupten, dass die Barsortimente nolens volens verschwinden können und sollen, dies ist dann schon eine sehr steile These, die man ohne die Berücksichtigung der Befindlichkeiten des Sortimentsbuchhandels nur aus dem buchhändlerisch völlig praxisfernen Elfenbeinturm Ihres Verlages und Ihrer Situation wohl so treffen kann.

    Jens Bartsch – Buchhandlung Goltsteinstraße in Köln

  • Jana Friedemann

    Jana Friedemann

    Lieber Herr Jöst, vielen Dank für Ihren Beitrag! Dem ist, zumindest von mir, nichts hinzuzufügen.

  • Beatrice Schmitt

    Beatrice Schmitt

    Meiner Meinung nach ist die aktuelle Libri-Politik tatsächlich ein Ärgernis: Nicht-so-gut-gängige Titel ausgelistet , damit auch etliche kleinere Verlage ausgelistet, die die Sichtbarkeit über Libri dringend benötigen, dafür Create Space Independent Titel gelistet, hm? Honi soit qui mal y pense… Und nun diese unsägliche Rabattkürzung, macht wirklich nicht viel Freude im Moment, das alles! Umso froher bin ich, dass ich Umbreit habe. Und prima Kontakte zu kleineren Verlagen!

  • Jens Falk

    Jens Falk

    Das Geschäftsmodell Barsortiment ist wohl sichtbar überholt. Flächendeckend können inhabergeführte Läden nicht mehr profitabel von ihnen beliefert werden.

    Es wäre nun an der Zeit, daß Verlage sich befähigen Bestellungen die bis 17 Uhr eintreffen bis zum nächsten Tag zu liefern. DHL und Co. können das, Auslieferungen leider eher (noch) nicht. Eine Besonderheit, die man nur im Buchhandel so kennt.

    Wenn der Laden um die Ecke ein Buch nicht bis morgen besorgen kann, wird dort auch nicht mehr bestellt, sondern eben online.

    Wenn Verlage in Zukunft noch einen unabhängigen Buchhandel wolln müssen sie sich an den üblichen Servicestandart den die Kunden bei anderen Waren kennen orientieren. Das heißt eben: Bestellungen bis 17 Uhr am selben Tag ausliefern.

  • Sonja Ulrike Klug

    Sonja Ulrike Klug

    @Jens Falk
    Ich gebe Ihnen Recht, dass das "Geschäftsmodell Barsortiment" überholt zu sein scheint. (Möglicherweise aber auch nur darum, weil dort gewisse Prozesse eklatant fehlgesteuert sind, so dass diese momentane Engpässe bestehen, die sich auch in zu geringen Gewinnen äußern. Doch das kann man als Außenstehender nicht sehen und wissen, dafür bräuchte man einen Einblick ins Geschäft.)
    Verlage mit den Aufgaben des Barsortiments zu betrauen, wäre sinnvoll, ich sehe allerdings eine totale Überforderung darin. Die Verlage müssten eine eigene Logistik- und Transportschiene aufziehen, wofür ihnen einerseits die fachliche Kompetenz fehlt und sie andererseits auch zu wenig Kapital besitzen. Die viel zu niedrigen Buchpreise und die viel zu niedrigen Gewinnmargen an den seit Jahren zu billigen Büchern zehren sehr und lassen kaum einen Handlungsspielraum für den Aufbau einer Logistikschiene zu. Kleine Verlage wie meiner sind gleich schon komplett überfordert - wir müssten auf die Dt. Post vertrauen, doch diese hat ihre Preise ebenfalls so in die Höhe geschraubt, dass es kaum machbar ist ...
    Und so wird alles mal wieder in die Arme von Amazon getrieben, dem Riesen, der von jeher auch eine eigene erfolgreiche Logistikschiene am Laufen hat ...

  • Esther Giese

    Esther Giese

    Guten Tag Herr Falk,

    leider haben Sie wohl keine Vorstellung wie der Buchhandel, bzw. das Barsortiment funktioniert. Wir bestellen kurzfristig für unsere Kunden beim Barsortiment. Das sind pro Tag etwa 60 bis 100 Reservierungen. Im Weihnachtsgeschäft das achtfache. Über DHL oder die Post wäre das gar nicht machbar. Alleine aus Kostengründen völlig unsinnig. Das Barsortiment beliefert uns mit Wannen und nicht mit Kleinstpaketen. Mich ärgert schon wieder das hier mitdiskutiert wird, obwohl ein Fachwissen nicht vorhanden ist. Es geht hier um Rabattstrukturen die fragwürdig gekürzt werden

  • Tolle Geschichten

    Tolle Geschichten

    Machen wir uns doch nichts vor. Nach den kleinen Verlagen, werden die kleinen Buchhandlungen dran sein. Kürzen, was nicht lukrativ genug erscheint. Zum Glück haben wir noch die Wahl....

  • Dieter Dausien, Buchladen am Freiheitsplatz

    Dieter Dausien, Buchladen am Freiheitsplatz

    @ Jens Bartsch:
    Super Beitrag, dem ich nur zustimmen kann!

    @Dr. Sonja Ulrike Klug und Jens Falk:
    Die Leistungen der Barsortimente derart zu diskreditieren oder sich zur Sichtweise hinreißen lassen, "das Geschäftsmodell Barsortiment ist wohl sichtbar überholt", ist ein Spiel mit dem Feuer. Wenn es die Barsortimente nicht gäbe, käme auf uns ein unvorstellbarer Wust an Arbeit durch einzelne Lieferungen und Rechnungen auf uns zu, der nicht zu bewältigen wäre. Von den ökologischen Folgen, die es hätte, wenn jeder Verlag bzw. jede Auslieferung nun in Einzelpäckchen ans uns liefern müsste, mal ganz zu schweigen.

    Und ja, die Leistungen von amazon sind allgegenwärtig. Wir haben immer wieder die Situation, dass KundInnen ein Buch, das sie nicht morgen abholen können, dann bei amazon bestellen. Prime ist mehr als unberechnete Lieferung, z.B. kostenlose Filme und Musik streamen u.v.m.

    Im Gegensatz zu Jens Falk bin ich allerdings der Meinung, dass die meisten Auslieferungen mittlerweile extrem schnell liefern. Übrigens genau anders als andere Branchen, von immer es noch mehrwöchige Lieferzeiten gibt.

  • dieBuchhändlerin

    dieBuchhändlerin

    Die Haltung gewisser Kollegen erstaunt mich immer wieder, es scheint immer noch so, dass Buchhändler glauben, die Welt muss sich nach ihnen richten. Hey, wir können Einzeltitel unter 5.- , an denen wir egal-bei welchem Rabatt- nicht wirklich was verdienen über Nacht zu BS-Konditionen beziehen (besser als beim Verlag ist das allemal, wenn ich Handlung etc. mitrechne, von der Wartezeit ganz zu schweigen) und trotzdem wird geheult! Jetzt wird mal wieder ordentlich auf die Barsortimente gehauen, sollen wir vielleicht zig Minipakete bei zig Verlagen bestellen? Von einer Schwächnung der Barsortimente profitieren allenfalls die Konzernverlage! Wir als Einzelhändler haben mit dem Thema Frequenzverlust ein echtes Problem-und der Buchhandel diskutiert und heult über minerrabattierte 5.- Titel. Versteh' ich nicht.

  • Jens Falk

    Jens Falk

    @ Herr Dausien

    Wenn Barsortimente Titel und Verlage auslisten und "kleinere" Läden nicht mehr beliefern, dann wird dies nicht gemacht weil es Spaß macht, sondern weil es eben nicht mehr profitabel ist. Das ist kein diskreditieren, sondern Wahrnehmung von Tatsachen.

    Ja, ich bezweifle langfristig das Geschäftsmodell Barsortiment in dieser Form. Nein ich bezweifle nicht, daß sie bisher eine hervorragende Leistung erbracht haben.

    Die Angst vor etwas mehr Rechnungen ist unbegründet: Entweder BAG oder ein Dokumentenmanagementsystem mit OCR und automatischer Verbuchung.

  • Benjamin Wagner

    Benjamin Wagner

    @ Jens Bartsch und Dieter Dausien,

    ich habe schon mehrfach die polemischen und meist uninformierten Einlassungen von Frau Dr. Sonja Ulrike Klug kritisiert - es hat wenig geholfen. Ich kann ihnen nur zustimmen: ein Welt ohnen Barsortimente möchte ich mir mit Bezug auf die Buchbranche nicht wirklich vorstellen.

  • Jens Falk

    Jens Falk

    Guten Tag Frau Giese,

    Sie bekommen jeden Tag Bücher von 60 bis 100 Auslieferungen und im Weihnachtsgeschäft von bis zu 800 Auslieferungen?

  • Uwe Sigismund

    Uwe Sigismund

    Normalerweise finde ich es richtig gut, in einer so diversen Branche zu arbeiten. Aber manchmal frage ich mich dann doch, was in so manchen Köpfen vorgeht.
    Großen Respekt habe ich vor den unermüdlichen Kollegen Dausien und Bartsch, die hier in den verschiedensten Artikeln mit nachvollziehbaren Argumenten gegen Windmühlen ankämpfen, um dann einen Tag später wieder neu lesen zu müssen, dass die Buchhändler doch alle doof sind, weil sie bei Barsortimenten bestellen und sowieso nur die falschen Bücher und dann auch noch von bösen (großen) Verlagen.

    Selbst wenn es schon wiederholt hier dargestellt wurde, warum Barsortimente eine großartige Erfindung sind, möchte ich das gerne mit Zahlen untermauern (auch wenn das in Teilen der Branche verpönt scheint).

    In unserer heutigen Barsortimentslieferung haben wir (kleine Buchhandlung, < 1Mio Euro Jahresumsatz) Titel von 20 verschiedenen Auslieferungen (bzw. Verlagen, die nicht bei einer Auslieferung liegen) erhalten. Gestern war hier noch Sturm und deswegen wenig los und dementsprechend wenig Bestellaufkommen.
    Diese Titel haben wir in insgesamt fünf Wannen heute morgen vor Ladenöffnung im Laden gehabt.
    Gäbe es die Barsortimente nicht, würden im Laufe der Woche (da man es nicht taggenau sagen kann) 20 Pakete jeweils im Laufe irgendeines Tages eintrudeln.

    Das bedeutet:
    - 20 Rechnungen (längst rechnen nicht alle Verlage über BAG ab und können einen ELS liefern)

    - 20 mal Versandkosten. Wenn wir von 3€ pro Paket ausgehen, was schon sehr niedrig ist, wären das 60€. Bei 4€ sind es 80€, bei 5€ sind es 100€. Durch den Bücherwagendienst sind es bei der Barsortimentsware (Kosten errechnen sich aus Gewicht + monatliche Gebühr hier runtergerechnet auf einen Tag) ca 10€ Versandgebühr für heute.

    - min. 20 Pakete aus Karton (Umweltbelastung + Entsorgungsarbeit) gegenüber fünf Mehrwegwannen.

    Und das für einen Tag mit wenig Bestellaufkommen.

    Barsortimente unterliegen nunmal (wie die meisten Buchhandlungen übrigens auch) wirtschaftlichen Zwängen. Irgendwann sollte dann doch mal ein positives Ergebnis rauskommen, um überhaupt weiter agieren zu können. Und demenstprechend müssen Bücher, welche sich in einem bestimmten Zeitraum nicht verkauft haben, den Platz frei machen.
    Das wirtschafliche Denken kann man aufgrund unseres besonderen Handelsguts kritisieren, aber ein großer Teil der Branche lebt eben nicht von Subventionen, Preisgeldern oder sonstigen Zuwendungen.
    Alternativ fiele mir nur eine Art Bedingungsloses Grundeinkommen für alle in der Buchbranche Beschäftigten ein. So lange dieses aber noch nicht Realität ist, kaufen wir hier weiterhin die Bücher auf !wirtschaftlich sinnvolle Weise! ein, welche wir an genau unserem Standort für gut verkäuflich halten.

    Uwe Sigismund, Bendorfer Buchladen

  • Esther Giese

    Esther Giese

    Guten Tag Herr Falk,

    hiermit bestätigen Sie Ihr Unwissen. Die Bücher über die Barsortimente sind Kundenbestellungen zum nächsten Tag. Auf diese Reservierungen bezogen sich meine Zahlen. Wir bekommen aber auch zusätzlich jeden Tag zwischen 40-200 kg Bücher für unser Lager durch einen Bücherwagendienst von Verlagsauslieferungen geliefert.
    Ab sofort werde ich keine Leserbriefe an branchenfremde Menschen mehr beantworten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Esther Giese

  • Jens Bartsch

    Jens Bartsch

    @Jens Falk

    Wir reden hier doch in der Hauptsache nicht nur von ein paar Rechnungen, die es zu verarbeiten gilt. Wir reden in der Hauptsache doch davon, dass eine seit vielen Jahren angestrebte Rationalisierung in Form von Bestellbündelung mit dem (hier teilweise gewünschten oder auch von Ihnen herbeigeredeten) Tod der Barsortimente komplett konterkariert wird. Das Ergebnis wäre die von Esther Giese angesprochene Tatsache, dass aus 60 – 100 täglichen Barsortimentsbezügen (OBACHT und hoppla - da haben Sie wohl den Text nicht richtig gelesen!!!) nun im ungünstigen Fall 60 – 100 tägliche Einzellieferungen werden.

    Selbst wenn wir hier pro Tag eine Bestellung mit diversen Titeln bei der VVA inklusive Lagerergänzung und Kundenbestellungen rausschießen, so kann ich mir kaum vorstellen, dass bei denen Ihre verwegene Idee einer Tagesbelieferung auf ein großes Willkommen stößt. Denn die von Ihnen geforderte Lösung hieße, in einer Verlagsauslieferung mit einer unglaublichen Anzahl von Büchern pro Titel (also riesige Lagerflächenverteilung) gleichzeitig eine Barsortimentsfunktion implementieren zu müssen. Was glauben Sie, wie sich das für die wohl rechnen mag, wenn für das dann tägliche Päckchen bei denen und deren Größenverhältnissen die einzelne Wanne weit mehr Laufbandkilometer als beim Barsortiment zurücklegen muss? Das funktioniert dort bisher im Weihnachtsgeschäft mit WEILSO, aber ganzjährig inklusive der damit verbunden Volumensteigerung und vor allen Dingen der damit verbunden Kosten? KNV hat es probiert – hmmmh. Wie soll dies erst bei der Vielzahl an kleineren Auslieferungen und Verlagen funktionieren, wenn selbst Frau Dr. Klug verlagsseitig an dieser Stelle schon die Segel streicht?

    Und damit noch recht schnell zur sortimenterischen Praxiserfahrung: In der Regel läuft es so, dass bei uns morgens ab ca. 8:00 Uhr primär die Barsortimentsbestellungen bearbeitet werden, um dem Kunden eine Abholung ab 9:00 Uhr zu ermöglichen. Ihr Vorschlag beinhaltet (bei Bündelung wie im Beispiel oben), dass wir morgens alle, wirklich alle Verlagslieferungen bearbeiten müssten, um die entsprechend beiliegenden Kundenbestellungen rauszupicken. Oder alternativ dürfen wir morgens dutzende Einzelpakete statt der von Esther Giese erwähnten Wannen des Barsortiments verarbeiten. Wie sich dies alles logistisch auch bei uns vor Ort umsetzen lassen soll, dies müssen Sie mir ausführlicher erklären.

    Das System Barsortiment mag Probleme haben – ja. Aber es deswegen sofort totzureden, statt zu überlegen, wie sich diese nutzbringende Schiene rentabel betreiben ließe, dies erscheint mir schon sehr verwegen. Vor allem angesichts der von Ihnen so flott angebotenen Lösungsvorschläge, die mir ob derer Unausgegorenheit und Praxisferne schlicht die Tränen ins Gesicht treiben. Sehe ich es richtig, dass Sie Buchhändler und Unternehmensberater sind…?

    Jens Bartsch – Buchhandlung Goltsteinstraße in Köln

  • Jens Falk

    Jens Falk

    @ Jens Bartsch

    Gern antworte ich Ihnen. Wenn Sie schreiben:

    "dass bei uns morgens ab ca. 8:00 Uhr primär die Barsortimentsbestellungen bearbeitet werden, um dem Kunden eine Abholung ab 9:00 Uhr zu ermöglichen. Ihr Vorschlag beinhaltet (bei Bündelung wie im Beispiel oben), dass wir morgens alle, wirklich alle Verlagslieferungen bearbeiten müssten, um die entsprechend beiliegenden Kundenbestellungen rauszupicken."

    zeigt es mir doch das ganze Dilemma in der Sie stecken.

    Wie es sein könnte:

    Am Packtisch/ Wareneingangsverbuchung: Buch scannen --> Bildschirm zeigt: sofortiger Versand, oder Bestellfach oder Lagerregal oder Ladenregal. Wenn Sie allein eine Stunde brauchen um den Wareneingang zu bearbeiten, ist entweder die Menge enorm groß oder die Abläufe extrem uneffizient.

    Ich schreiben von Abläufen, die in anderen Branchen schon längst üblich sind. Und wenn dieser Servicelevel auch bei Verlagen und ihren Auslieferungen nach und nach praktiziert wird, wird schon allein deshalb ein Barsortiment überflüssig.

    Abschließend: Nein ich habe den Text von Frau Giese richtig gelesen. Nur wollte ich mit meiner Frage darauf hinweisen, daß auch Auslieferungen bündeln und sie eben nicht zu Weihnachten 800 Einzelsendungen bekommen würde.

  • Frank Hermsteiner

    Frank Hermsteiner

    Unser heutiger Vormittag war wie eine Zeitreise in die von Herrn Falk und Frau Klug angedachte Zukunft.

    Wir sind eine _wirklich_ kleine Buchhandlung, beschaffen aber natürlich alles, was irgendwie geht. Da kommen neben den üblichen Bestellungen bei unserem Zentrallager Anabel (gehostet beim bösen Barsortiment Libri) immer wieder mal Einzelbestellungen bei Verlagen vor, die wir - modern wie der Buchhandel seit 30 Jahren halt ist - elektronisch an die Verlage leiten.

    Fall 1
    Kunde reklamiert seine Verlagsbestellung vom vergangenen Donnerstag. Wir reklamieren beim Verlag direkt. Dort verweist man uns an die Auslieferung (Chris Media). Anruf - keiner geht ran. Ich weiß also immer noch nicht, ob die Bestellung überhaupt ankam, was durchaus nicht immer der Fall ist.

    Fall 2
    Ich wundere mich, dass auf meinem Schreibtisch eine Rechnung ohne Buch liegt. Lt. EDV ist der Titel auch noch nicht eingetroffen. Frage an meine Frau und meine Kollegin, wo denn das Buch hin ist. Antwort: es gab kein Buch - die Rechnung kam vorab per Post! Das war übrigens Sigloch.

    Jeder von uns Buchhändlern kann von dutzenden solcher Fälle berichten und ich frage mich, wie es bei Verlagen und Auslieferungen aussähe, wenn auch nur 10% der Buchhandlungen mal für eine Woche den obigen Vorschlägen folgten und alles - auch jede Kunden-Einzelbestellung - bei den Verlagen bestellten.

  • Benjamin Wagner

    Benjamin Wagner

    @ Jens Falk,

    lassen Sie es einfach, es wird nicht beser. Die Kollegen Bartsch und Dausien haben hierzu alles gesagt. Und obwohl oder gerade wil ich an die genannten, doch recht hohen Volumina nicht immer herankomme, ist auch für uns ein Barsortiment unverzichtbar. Ihre "Locker-flockig-Lösungen" helfen hier überhaupt nicht weiter.
    Da Sie offenbar als Unternehmensberater arbeiten kann ich eine Buchempfehlung (leider nur noch als Hörbuch lieferbar) gerade nicht unterdrücken: Thomas Leif: "beraten und verkauft" - sehr aufschlußreich in Bezug auf die Qualität von Unternehmensberater*innen

    Mit freundlichen Grüßen
    Benjamin Wagner
    Buchkaffee Vividus

  • Ralf Ratlos

    Ralf Ratlos

    Meinen Sie das ernst Herr Falk?
    Jedes Buch in die Hand nehmen und scannen?? Entweder liege ich völlig daneben oder Sie blamieren sich hier.
    Mit welcher Branche können Sie denn die Buchbranche vergleichen?
    Mehrere tausend Lieferanten mit größtenteils Einzelbestellungen?
    I

  • Jens Falk

    Jens Falk

    @ Frank Hermsteiner

    Das was Sie schreiben ist leider wirklich oft Realität.

    Wie man das Problem lösen könnte, habe ich in meinem Blog (ausdemladen.de) in dem Beitrag "Mit dem Verzeichnis Lieferbarer Bücher arbeiten – kaum möglich" beschrieben und auch der MVB, dem Sortimenterausschuß usw. vorgelegt.

  • Wolfgang Jöst

    Wolfgang Jöst

    moin,
    dass da was von Libri über meinem Beitrag steht, liegt an der Börsenblattredaktion.
    Ich hatte in meinem Beitrag mein Barsortiment nicht genannt. Es ist
    de iure nämlich Könemann. Es war einmal vor 40 Jahren ein sehr gutes Barsortiment, nämlich Wilhelm Könemann, Hagen, mit sogar einem eigenen Bücherwagenservice, der uns vor Ort in Tagestouren belieferte. Heute ist Könemann eine Mogelpackung, der Inhalt ist Libri.
    Ich verstehe sehr gut, dass und warum hier nun gefolgert wird,
    lieber keine Barsortimente mehr als solche.
    Jürgen Voerster hat ein Standardwerk über den Zwischenbuchhandel geschrieben, das am 25. Januar 2010 hier im Börsenblatt unter dem Titel "Anschaulich und illustrativ" besprochen wurde. Ein halber Satz daraus : "Während von 1973 bis 1975 fünf Barsortimente in der Bundesrepublik Deutschland geschlossen werden, ..."
    Danach mussten noch weitere dran glauben, zB Barsortiment Wehling, Bielefeld,
    und Grossohaus Wegner, Hamburg.
    Da waren's nur noch drei, fast wären's nur noch zwei gewesen.
    Und das Problem dürfte, wie so oft in der besten aller Welten, genau das sein :
    Die Macht. Und ihr Gebrauch heisst Missbrauch, egal wo, ob im Immobilienbereich oder im Buchhandel.
    Da helfen auch keine Appelle an die Ethik der Bücherfreunde.
    Im Übrigen bin ich der Meinung , die Macht müsse immer zerschlagen werden.
    Es gibt viel zu wenige Barsortimente, ich fände es ganz prima , wenn hier eins
    aufmachte für den Raum von Aachen bis ins Ruhrgebiet.
    Und zum Dritten : dann mal bei dem Barsortiment A bestellen und mal bei Barsortiment B ,
    weil A Interesse und sehr guten Draht zu Independent-, Kleinverlagen und angelsächsischen hat und B den Mainstream am Lager hat.

  • Jens Falk

    Jens Falk

    @ Ratlos

    Natürlich wird bei uns jedes Buch in die Hand genommen und in die Warenwirtschaft eingebucht.

    Ist es eine Bestellung wird sofort das Versandetikett gedruckt und der Kunde bekommt per Mail seine Rechnung. Oder er holt es ab, dann verschickt sofort mit den Scan die Warenwirtschaft eine Mail, daß sein Buch da sei. Bzw. wenn Fahrradkurier hinterlegt ist, bekommt er per Mail die Rechnung und das Buch wird in die Route einsortiert.

    Es wird sogar am Packtisch angezeigt welche Werbemittel beigelegt werden soll. Anhand der Warengruppe des Buches wissen wir ja das Interessengebiet. So sind in der Tüte bzw. Sendung ein bis drei Flyer.

    Hoffentlich bleiben Sie jetzt nicht Ratlos.

  • Ralf Ratlos

    Ralf Ratlos

    @ Hr. Jöst. Dann liegen die Bücher aus den Verlagen in drei Auslieferungen und dann 5-8 Barsortimenten? Und die fahren dann alle einzeln täglich los und beliefern die Kunden?
    Das auf Kleinverlage spezialisierte Barsortiment soll wie aussehen? Nur Titel führen, die sich auf gar keinen Fall verkaufen? Vielleicht schaltet sich Herr Falk ein und berät.
    Viel Erfolg!

  • Jens Bartsch

    Jens Bartsch

    @Jens Falk

    Ich fasse Herrn Falks Vorschläge für mich abschließend jetzt einfach mal so zusammen: Jeder Sortimenter sollte erkennen, dass das Barsortiment für die Kundenbestellungen die preiswertere Alternative gegenüber einigen anderweitigen (wie immer realisierbaren) Lösungsvorschlägen ist und wohl auch besser bleiben sollte. Uwe Sigismunds flotte Rechnung verdeutlicht dies sehr gut.

    Schlussendlich: Wen juckt es bei uns Sortimentern in der Masse der Bestellungen wirklich, ob einige niedrigpreisige Titel eben minderrabattiert ausgeliefert werden? Wenn wir ein bewährtes und nach wie vor sinnvolles Rationalisierungselement weiterhin haben wollen, dann müssen wir an manchen Stellen auch in den sauren Apfel beißen. Denn Jens Falk hat durchaus recht, wenn er sagt, dass Barsortimente ihre Strukturen nicht aus einem Spaß heraus überdenken.

    Alles hat seinen Preis und die Übernacht-Lieferung und Bündelung ist für uns erhaltenswert – das sollte uns dann auch etwas Wert sein, wenn wir einbeziehen, wie die Alternativen aussehen könnten!

    Jens Bartsch – Buchhandlung Goltsteinstraße in Köln

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