Der Rowohlt-Verleger Florian Illies: "Wir stehen zu der Entscheidung, die Autobiographie von Woody Allen, dessen Erzählungen seit 1980 im Rowohlt Taschenbuch erscheinen, im April in einer deutschen Übersetzung zu veröffentlichen. Die Ankündigung der deutschen Ausgabe von ‹Apropos of Nothing› hat in den letzten Tagen eine komplexe Diskussion ausgelöst. Wir nehmen die Sorgen von Teilen der Öffentlichkeit wie von Autorinnen und Autoren, die im Zuge der geplanten Veröffentlichung geäußert wurden, ernst. Dies betrifft insbesondere den Vorwurf, dass unsere Entscheidung als unangemessen und missverständlich gegenüber Missbrauchsopfern gewertet werden kann. Damit berührt die nun geführte Debatte grundsätzliche Fragen des Verlegens von Büchern im Spannungsfeld von Ethik und Meinungsfreiheit im digitalen Zeitalter."
Der Rowohlt Verlag will die entstandene Debatte weiterführen und plant eine Auftaktveranstaltung in Berlin zu diesem Thema. Rowohlt habe in einem direkten Gespräch mit einigen Autorinnen und Autoren des Offenen Briefs die kontroversen Positionen ausgetauscht. Dabei sei deutlich geworden, dass der Brief nicht als Angriff auf die Meinungsfreiheit zu verstehen sei. "Wir sehen den Offenen Brief als Zeichen der Verbundenheit der Autorinnen und Autoren mit dem Verlag", heißt es in der Mitteilung des Rowohlt Verlags.
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