Komplettübernahme von Penguin Random House

Bertelsmann ist ab sofort Alleineigentümer

Terminliche Punktlandung: Nach Erhalt aller erforderlichen kartellrechtlichen Genehmigungen hat Bertelsmann die Übernahme der restlichen 25 Prozent der Anteile von Mitgesellschafter Pearson  abgeschlossen. Das Unternehmen hält ab sofort 100 Prozent der Anteile an der weltweit größten Publikumsverlagsgruppe Penguin Random House mit Sitz in New York.

Beabsichtigt war die bereits im vergangenen Jahr angekündigte Transaktion "ab dem zweiten Quartal 2020" - dessen erster Tag heute ist. Zu Penguin Random House gehören nun

  • rund 320 eigenständige Buchverlage
  • auf sechs Kontinenten
  • mit mehr als 15.000 Neuerscheinungen und
  • mehr als 600 Millionen verkauften Büchern im Jahr.

Für Bertelsmann ist die Transaktion im Wert von rund 675 Millionen US-Dollar wirtschaftlich attraktiv, da sich der Anteil der Bertelsmann-Aktionäre am Konzernergebnis um mehr als 70 Millionen Euro jährlich erhöhen wird. Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann und Vorsitzender des Verwaltungsrates von Penguin Random House, sprach von einer "historischen Dimension". 185 Jahre nach Gründung des C. Bertelsmann Verlages durch den Drucker und Buchbinder Carl Bertelsmann werde das Unternehmen Alleineigentümer des globalen Marktführers im Buchverlagsgeschäft. "Wir sind stolz auf die kreative Vielfalt, die verlegerische Qualität und unternehmerische Stärke unserer Buchtochter, der viele der beliebtesten Autorinnen und Autoren aus aller Welt ihr literarisches Schaffen anvertrauen."

Weiteres Wachstum geplant

Thomas Rabe bekräftigte, dass Bertelsmann Penguin Random House langfristig und in Kontinuität weiterentwickeln wolle: "Wir werden dafür sorgen, dass unser Buchgeschäft auch künftig organisch wie akquisitorisch wachsen kann und eine Heimat für die kreativsten Talente der Welt bleibt. Bücher haben in allen Formaten eine gute Zukunft." Ihre hohe Relevanz zeige sich gerade aktuell in der Corona-Krise, "in der viele Menschen nach Wissen und Unterhaltung suchen – und in Büchern finden."

Die im Dezember 2019 angekündigte Komplettübernahme von Penguin Random House wurde Mitte März im Rahmen eines vereinfachten Verfahrens von der Europäischen Union und nachfolgend auch von den österreichischen Wettbewerbsbehörden genehmigt.

Mit dem Vollzug der Anteilsübernahme wird auch die deutschsprachige Verlagsgruppe Random House in das Gesamthaus Penguin Random House integriert. Die 45 Verlage der in München ansässigen Verlagsgruppe gehörten bisher bereits zu Bertelsmann und standen unter der unternehmerischen Leitung von Penguin-Random-House-CEO Markus Dohle, nun gehören sie vollständig zur Penguin-Random-House-Familie. Ihre verlegerische Eigenständigkeit bleibe weiter unangetastet, so Rabe.

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