"Die Ausstellungen der Schönsten deutschen Bücher sind ein kuratierter, genre- und verlagsübergreifender Büchertisch mit Dekomaterial obendrauf. Eine Buchpräsentation nicht zu einem Thema, nicht für eine Zielgruppe – aber zu genau dem Zweck, den man mit einer Präsentation im Laden erreichen möchte: Kaufanreize zu schaffen. Bei dem Kunden nicht nur den Bedarf zu befriedigen, sondern Bedürfnisse zu wecken.
Felix Semmelroth führte in seiner Ansprache zur Preisverleihung der Stiftung Buchkunst am Donnerstag den nicht zu verachtenden olfaktorischen Faktor von Büchern an, der zugleich ein Alleinstellungsmerkmal für das stationäre Sortiment sein könne. Bücher kaufen kann man zwar auch online. Sie fühlen, riechen und bewundern aber nur im Laden. Und die Schönsten deutschen Bücher sind eben genau das – bewundernswert! Sie bringen den natürlich für ein Buch elementaren Inhalt in eine passende Form. Sie werben für ihren Inhalt mit Schönheit. Nichts Ungewöhnliches in der Werbung: Schönheit ist ein Verkaufsargument. Gestaltung und Herstellung eines Buches können dies auch sein. Unterbewusst passiert es täglich, dass die Kunden zu dem Buch greifen, das ihnen optisch ins Auge springt. Bewusst können die Schönsten deutschen Bücher dem Buchhändler dafür Anregungen liefern, wie man den Kunden für bestimmte Bücher die Augen öffnet."
Den Start der Wanderausstellung machen unter anderen die Hamburger Bücherhallen (Vernissage am 8. September) oder die "Tÿpo St. Gallen" in der Schweiz (14. - 26. September). Erstmalig wird die Kollektion der 25 Schönsten dieses Jahr im Literaturhaus Frankfurt, dem neuen Kooperationspartner der Stiftung Buchkunst, präsentiert. Die Eröffnung der dortigen Dauerausstellung und Einweihung der Bücherschau wird am 21. September um 18 Uhr stattfinden.