Susanne Albrecht von der Osianderschen Buchhandlung in Reutlingen hatte sich fest vorgenommen, Anfang November Kinder zum Basteln in ihre Hobbyabteilung einzuladen - bei der Umsetzung half ihr, wie schon häufiger, der Frechverlag. Gemeinsam mit den Kindern sollten Weihnachtsbasteleien aus Klopapierrollen entstehen. Und das funktionierte: Der Verlag stellte für die Veranstaltung eine Promoterin, die mit allem anreiste, was benötigt wurde. »Zu uns kommt immer Frau Bubeck, die einen Handarbeitsladen in der Nähe betreibt. Die kann einfach alles«, sagt Albrecht.
Mit einem Verlag zu kooperieren, hat manche Vorteile: Der Aufwand, den Sortimenter betreiben müssen, sinkt deutlich. »Wir mussten uns nur um Tische und Stühle kümmern«, berichtet die Buchhändlerin – das spricht für sich.
Insgesamt bastelten etwa 24 Kinder Nikolausanhänger und Geschenkschachteln. Albrechts Tipp für Nachahmer: »Bauen Sie die Aktion nicht in der ruhigsten Ecke auf, sondern mittendrin!« Nur so werde sie optimal wahr- und angenommen; sie selbst bitte sogar - nach mehreren überfüllten Events - inzwischen um Voranmeldung.
Auf den Umsatz hat ein Kreativ-Workshop laut Albrecht jedoch keinen direkten Einfluss. Da müsse man langfristiger denken, ist sie überzeugt. Für den Moment gehe es deshalb in erster Linie darum, Kunden ein gutes Gefühl zu vermitteln – darin liege der Charme: »Bei uns kann man Dinge erleben. Das ist eine Chance, uns vom Internet abzuheben.«
Zeitaufwand: sechs Stunden plus Vor- und Nachbereitung
Kosten: Material, Honorar und Anreise für Promoterin, insgesamt 210 Euro (Frech unterstützte die Aktion)