Julius-Campe-Preis 2016

Netzwerk der Literaturhäuser auserkoren

21. September 2016
von Börsenblatt Online
Der Julius-Campe-Preis 2016 des Hoffmann und Campe Verlags geht an das Netzwerk der Literaturhäuser. Die Verleihung findet am 21. Oktober während der Frankfurter Buchmesse im Frankfurter Haus des Buches statt.

Das Netzwerk der Literaturhäuser wird für die Verdienste um die deutsche Literatur geehrt. "Literatur ist vielerorts zu Hause. Zu den schönsten Orten gehören sicherlich die Literaturhäuser in Basel, Berlin, Göttingen, Graz, Hamburg, Köln, Leipzig, Rostock, Salzburg, Stuttgart, Wien, Wiesbaden und Zürich, die heute das seit 2008 bestehende Netzwerk literaturhaus.net bilden", sagt Daniel Kampa, Verleger von Hoffmann und Campe, in der Verlagsmitteilung. Kampa fährt fort: "Als Treffpunkt für Autoren, Leser und Literaturinteressierte sind Literaturhäuser eine wertvolle und unverzichtbare Einrichtung im Kulturleben jeder Stadt. Sie bieten der Literatur eine prominente Bühne für Begegnungen und Inspirationen. Hier wird das Lesen zum Ereignis, hier werden Bücher lebendig. Wenn – wie Cicero einst sagte – 'ein Haus ohne Bücher wie ein Körper ohne Seele' ist, sind es die Literaturhäuser, die in vielen Städten die Seele der Bücher zum Schwingen bringen. Das Netzwerk der Literaturhäuser dient dem Austausch von Erfahrungen, Konzepten und Kontakten und leistet so einen essenziellen Beitrag zur fortwährenden Weiterentwicklung und Neuerfindung dieser so wichtigen Institution. Mit gemeinsamen Projekten, Veranstaltungen, Werbeaktionen, der Initiative 'Junges Literaturhaus' und dem 'Preis der Literaturhäuser' hat das Netzwerk seit seiner Gründung die Ausstrahlungskraft der Literaturhäuser als Zentren des literarischen Lebens und der Literaturvermittlung enorm gesteigert. Die Arbeit und Wirkung des Netzwerks Literaturhaus kann daher nicht hoch genug gewürdigt werden."

Im Netzwerk der Literaturhäuser (literaturhaus.net) sind 14 Einrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen.

Die Preisverleihung findet am 21. Oktober im Frankfurter Haus des Buches in der Braubachstraße statt. Die Laudatio hält der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil.

Der Preis ist mit 99 Flaschen edlen Weins und des bei Hoffmann und Campe erschienenen Faksimiles der "Französischen Zustände" Heinrich Heines dotiert.

Benannt wurde der Preis nach dem Verleger Julius Campe (1792−1867). Die Auszeichnung geht an Persönlichkeiten und Institutionen, die sich auf herausragende Weise literaturkritische und literaturvermittelnde Verdienste erworben haben.