Veranstaltungen

Studentin gründet Buchmesse in Hannover

13. Juli 2007
Redaktion Börsenblatt
Am Samstag, 14. Juli findet von 11 bis 19 Uhr „uni wortwechsel“, die erste Buchmesse für ein studentisches Publikum, im Hauptgebäude der Leibniz Universität in Hannover statt. Für viele Verlage eröffnet sich damit „eine neue Möglichkeit, mit der Zielgruppe der Studierenden direkt in Kontakt zu treten,“ sagte Projektleiterin Yala Pierenkemper im Gespräch mit boersenblatt.net.
Sie haben als Projektleiterin die erste studentische Buchmesse „uni wortwechsel“ initiiert. Warum halten Sie eine neue Buchmesse für notwendig? Mir ist bei meinen Besuchen auf den allgemeinen Buchmessen in Frankfurt und Leipzig aufgefallen, dass es ein relativ kleines Angebot gezielt für das studentische Publikum gibt. Andererseits habe ich den Eindruck, dass sich nur wenige Studierende wirklich auf den Weg zu den Messen machen. Auf der „uni wortwechsel“ im Lichthof der Universität hoffen wir, Studenten und Verlage zusammen zu bringen. Soweit mir bekannt ist, handelt es sich bei „uni wortwechsel“ bundesweit um die erste Veranstaltung ihrer Art. Welche Verlage präsentieren sich in Hannover? Auf unserer Messe sind Wissenschafts- und Hörbuchverlage aus ganz Deutschland vertreten, hierzu zählen Rowohlt, UTB und Suhrkamp, aber auch regionale Verlage wie Zu Klampen aus Springe oder auch der Revonnah Verlag Hannover. Wir haben Verlage mit einem Bezug zur Universität Hannover angesprochen: Das heißt, in den jeweiligen Häusern haben etwa Professoren, Dozenten oder auch Studierende bereits ihre Bücher publiziert. Auf der Ausstellerliste stehen auch die Hannoveraner Buchhandlungen Decius und Lehmanns. War es schwierig, Verlage für Ihr Projekt zu gewinnen? Es war relativ einfach, die rund 400 potenziellen Aussteller für die Idee einer studentischen Buchmesse zu begeistern. Die 40 festen Zusagen für die Teilnahme zu bekommen, bedeutete hingegen etwas mehr Arbeit. Viele Verlage zeigten sich noch vorsichtig und wollten erst einmal die Premiere abwarten und dann eher im zweiten Jahr teilnehmen. Zugleich betrachten jedoch viele Verlage die Messe bereits im ersten Jahr als eine neue Möglichkeit, mit der Zielgruppe der Studenten direkt in Kontakt zu treten. Ihnen ist durchaus bewusst, dass dieses auf den klassischen Buchmessen und im Buchhandel nicht immer gelingt. Wer ist an der Organisation von „uni wortwechsel“ beteiligt? Von Anfang an unterstützten mich viele Mitglieder aus der Redaktion von „Eisberg online“, unserem Campusmagazin, ebenso die Leibniz Universität, dort insbesondere die Philosophische Fakultät. Einige Professoren und Dozenten werden selber auf der Messe lesen oder vertreten Verlage, in denen sie bereits publiziert haben, an deren Ständen. Eine wichtige Unterstützung erfuhren wir auch von unserer Schirmherrin, der Hannoveraner Autorin Alexa Henning von Lange. Sie wird am Abend auf der Messe aus ihrem neuen Roman „Risiko“ (DuMont) lesen - ein Höhepunkt des Rahmenprogramms. Als Förderer ist es uns gelungen den AStA, das Kulturbüro der Stadt Hannover, das Studentenwerk und die Buchhandlung Lehmanns zu gewinnen. Und wie wird es mit „uni wortwechsel“ weitergehen? Auch 2008 soll eine ähnliche Messe veranstaltet werden. Ob ich dann noch daran beteiligt sein werde, kann ich heute noch nicht sagen. Ich schreibe zurzeit an meiner Abschlussarbeit und würde im Anschluss gerne in einem Verlag arbeiten.