Einzelhandel

Unternehmenssteuerreform wird korrigiert

6. November 2007
Redaktion Börsenblatt
Die große Koalition hat sich offenbar auf eine Korrektur der Unternehmensteuerreform geeinigt. Zukünftig sollen nicht 75 Prozent der Finanzierungsanteile von Miete, Pacht und Leasing bei der Gewerbesteuer angerechnet werden, sondern 65 Prozent. Der Einzelhandelsverband HDE bezeichnete die Nachbesserung gestern als "Placebo für den Handel".
Die Existenz vieler deutscher Einzelhandelsunternehmen stehe weiter auf Messers Schneide, erklärte der Präsident des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), Josef Sanktjohanser, in einer Mitteilung an die Medien. Der Koalitions-Vorschlag zeuge von Ignoranz für die Belange des Einzelhandels. Die Absenkung der Hinzurechnung für Miete, Pacht und Leasing auf 65 Prozent bezeichnete Sanktjohanser als reine Kosmetik. Sie bringe für die zahlreichen von hohen Steuerlasten bedrohten Einzelhandelsunternehmen keine Entlastung, die der Rede wert sei. Auch die vielen Händlern drohende Substanzbesteuerung bleibe bestehen.