LeseEule in Frankfurt

Der fliegende Tischtennisball auf der LeseEule

12. November 2007
Redaktion Börsenblatt
Wie kann man eine riesige Plastiktüte in einer einzigen Sekunde aufpusten? Und wie kann ich es schaffen, dass ein Tischtennisball über dem Kopf schwebt und tanzt?
Im Frankfurter Römer wurde heute die 47. Kinder- und Jugendbuchausstellung "LeseEule" von den beiden Schirmherrinnen Daniela Birkenfeld und Bettina Bethmann eröffnet. Der größte Star des Tages war leicht auszumachen: Guido Hammesfahr, Moderator der Kindersendung "Löwenzahn". Er erklärte den Kindern einige Phänomene der Pysik - und das äußerst anschaulich. So entlockte er den Kindern einige "Ahhs" und "Ohhs" als er zunächst mit dem Fön einen Tischtennisball in der Luft zum Tanzen brachte und dies statt des Föns auch mit einem dünnen Strohhalm schaffte. Das Thema der diesjährigen LeseEule lautet "Wissensdurst & Tatendrang: Experimentieren, Forschen, Erfinden". Spannende Experimente demonstrieren, dass Kinder Lust auf Wissenschaft haben, wenn man es ihnen spielerisch erklärt. Seit 47 Jahren versucht die "Frankfurter Lese-Eule" Licht ins Dunkel der zahlreichen Neuerscheinungen zu bringen. Und bis zum 2. Dezember können sich Klein und Groß wieder einen verlässlichen Überblick über die riesige Titelvielfalt verschaffen. Vom 12. November bis 2. Dezember sind 600 Neuerscheinungen aus dem Kinderbuchmarkt ausgestellt. Ausgesucht wurden sie von der Frankfurter Stadtbibliothek in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Hessen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Die Titelauswahl der kleinen Buchmesse soll Eltern und Pädagogen eine Orientierungshilfe bei der Lektürenauswahl bieten. "Die Kinder sollen Freundschaft mit dem Buch schließen, Lust auf das Lesen bekommen, die sie ihr Leben lang nicht mehr verlieren", sagte Schirmherrin Bettina von Bethmann. Auch Stadträtin Daniela Birkenfeld äußerte sich sehr positiv zur LeseEule: "Ich bin sehr glücklich, dass die LeseEule zu so einer festen Institution gereift ist. Gerade jetzt im Herbst fängt die Bücherzeit an. Was gibt es Schöneres als bei Regen gemütlich ein spannendes Buch zu lesen?" Die anwesenden Schulklassen hatten am Eröffnungstag jedenfalls sichtbar ihren Spaß. Die drei achtjährigen Mädchen Müge, Zainab und Sunika mochten den tanzenden Ping-Pong-Ball, der durch Pusten durch einen Strohhalm in der Luft schwebte, am liebsten. "Ich mag es, wenn etwas ohne Technik funktioniert", meinte Müge. "Die Olchis fliegen zum Mond" hat ihnen bei den Büchern am besten gefallen. Die Ausstellung der Bücher ist in diesem Jahr etwas verändert worden. "Wir haben zum ersten Mal keine eigene Koje für Fremdsprachen eingerichtet. Die Bücher in anderen Sprachen haben wir nach Thema zu den deutschsprachigen Büchern sortiert. Somit integrieren wir die fremdsprachige Literatur besser", sagt Mit-Organisatorin Friedel Münchschwander vom Jugend- und Sozialamt. Die LeseEule dauert noch bis zum 2. Dezember an. Die Öffnungszeiten sind: montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Informationen zu allen weiteren Veranstaltungen finden Sie unter: