Oder das morgendliche Zeitungsrascheln, wenn man beim Umblättern versucht möglichst keinen Marmeladenfleck auf den neusten Nachrichten zu hinterlassen?
Ich finde schon!
Doch dieses Lesegefühl hat für mich neuerdings einen bitteren Beigeschmack bekommen, dieses Zeitungsgeraschel einen dumpfen Unterton.
Neuerungen wie die Volltextsuche, e-Books oder eReader, wie der neue Kindle von Amazon, machen deutlich dass sich die Buchbranche in einem gewaltigen Wandel befindet. Weg vom traditionellen, vielleicht in manchen Augen leicht angestaubten Buch, hin zum praktischen lesen, und arbeiten am PC und mit elektronischer Tinte. Den Nutzen und den Fortschritt will ich dieser Entwicklungen nicht absprechen, nur wie werden Verlage und Buchhandlungen darauf reagieren? Wie werden sich die Berufsbilder ändern? Was wird mein Studienabschluss wert sein?
In der Zeitungs- und Zeitschriftenbranche macht sich schon das bemerkbar. Immer mehr Menschen ziehen sich die neusten Nachrichten aus dem Netz. Die Zahl Abonnements von Tageszeitungen sinkt immer weiter. Wie schnell findet man aber auch das Neuste mit ein paar Klicks
Aber es ist ein Unterschied einen Zeitungsartikel oder ein Buch am Bildschirm zu lesen. Volltextsuche und eBooks sind noch nicht so lange am Markt, aber über kurz oder lang werden Studenten wohl lieber den PC anwerfen um zu recherchieren, als sich auf den Weg in die Bibliothek zu machen.
Und in der Belletristik? Werden die Leute wirklich lieber Bücher per eReader lesen, und auf das haptische Erlebnis beim Lesen verzichten. Auf das Gefühl der Seiten beim Umblättern und den Geruch von bedrucktem Papier?
Das kann und will ich mir noch nicht vorstellen. Ich plädiere weiterhin für durchlesene Tage auf dem Sessel und Kaffeeflecke auf der Titelseite meiner Tageszeitung!