Die New Delhi World Book Fair (2. bis 10. Februar) als Verleger- und Fachmesse zu stärken ist der Wunsch des Veranstalters der größten Buchmesse Asiens, des National Book Trust, India (NBT).
Die alle zwei Jahre stattfindende Messe zog wie gewohnt ein Millionenpublikum an, aber auch mehr Verleger aus aller Welt als 2006: 1.343 Verlage und Dienstleister aus 23 Ländern (2006: 1.255 aus 18 Ländern) stellten in diesem Jahr auf 45.500 Quadratmetern (2006: 38.000) ihre neuesten Produkte aus. Neu mit dabei waren Aussteller aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, China (plus Hongkong), Spanien, Norwegen, Irland, Belgien und natürlich Russland. Genaue Angaben zur Anzahl der Besucher waren bei Messeende noch nicht verfügbar, 2006 waren es rund eine Million gewesen.
Im Vorfeld der Messe veranstaltete die Frankfurter Buchmesse mit dem NBT als Partner eine internationale Konferenz zum Thema Professional Publishing in Asia Business Opportunities in STM and Educational Publishing für Verlage und Dienstleister aus dem Bereich Wissenschaft, Technik, Medizin und Bildung. Rund 60 Teilnehmer aus Indien, den USA, Kanada, England, Irland, der Schweiz, Deutschland und Ungarn trafen zusammen, um sich unter anderem über Kooperationsformen und wirtschaftsrechtliche Grundsätze im internationalen Geschäft zu informieren.
Ehrengast Russland präsentierte sich in New Delhi mit 80 Verlagen und 15 Autoren vor allem aus den Bereichen zeitgenössische Belletristik und Kinderbuch darunter Science Fiction-Autor Sergey Vasilievich Lukyanenko und Kinderbuchautor Eduard Nikolaevich Uspensky. Die Buchmesse war gleichzeitig Auftakt für das Russlandjahr 2008 in Indien.
Um das internationale Lizenzgeschäft auch zugunsten der indischen Verlagsbranche zu unterstützen stellte eine Ausstellung 1.000 indische Publikationen zu Mahatma Gandhi vor, anlässlich des 60. Todestages des Widerstandskämpfers und Menschenrechtlers.
Deutschland beteiligt sich traditionell mit einem Gemeinschaftsstand an der Messe, organisiert von der Frankfurter Buchmesse mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Hier stellten auf 72 Quadratmetern 20 Einzelverlage ihre Titel aus. Zusätzlich wurden zwei Buchkollektionen mit Kinderbüchern und literarischen Neuerscheinungen präsentiert. Mit einem guten Resultat, wie Helga Uhlemann, International Business Director beim Tessloff Verlag, abschließend feststellte: Indische Verlage zeigen zunehmend Interesse an einer Zusammenarbeit mit deutschen Verlagen. Sie erwerben Lizenzen für die englische Ausgabe, aber auch für Übersetzungen in eine der anderen Landessprachen wie Hindi oder Tamil. Besonders gefragt waren Übersetzungslizenzen für technische und wissenschaftliche Publikationen sowie Titel aus dem Bereich Management, Kinderbücher und Belletristik.