Wie unterstützt eBuch die Buchhändlerinnen und Buchhändler?
Wir haben unseren Verteiler, in dem eine sehr enge Vernetzung stattfindet, es werden Ideen und Aktionen ausgetauscht. Zudem gibt es einen Krisennewsletter mit wichtigen Informationen. Wir bitten alle Händler, sich ihre Zahlenwelt anzusehen und Unterlagen für die Banken oder den Steuerberater vorzubereiten, damit das schon einmal erledigt ist, wenn die Hilfsprogramme starten. Als Genossenschaft haben wir aber leider nicht selbst die Mittel oder Rücklagen, einzelnen Mitgliedern finanziell zu helfen, auch wenn wir das gern tun würden. Sehr hilfreich ist, dass wir zusammen mit unserem Partner Libri die Onlineprovision für alle genialokal-Shops auf 15 Prozent verdoppeln konnten und Libri damit selbst auf eine volle Deckung seiner Kosten verzichtet. Das ist eine erste wichtige Maßnahme.
Was können die Verlage tun?
Das besondere an dieser Situation ist, dass es nicht nur ein einzelnes oder ein paar wenige Unternehmen gibt, die betroffen sind, sondern alle. Die Verlage sind noch von der KNV-Insolvenz gebeutelt, wenn wir deren Rechnungen nicht bezahlen, verschiebt sich das Problem nur auf sie. Es ist noch zu früh, über größere Maßnahmen zu sprechen, aber die Solidarität der Verlage ist deutlich zu spüren. Jetzt müssen alle eng zusammenhalten.
Welche Rückmeldungen erhalten Sie von Ihren Mitgliedern?
Natürlich sind alle geschockt, aber jeder ergreift Maßnahmen, um die Situation erträglich zu gestalten. Begeistert bin ich über die totale Kundenorientierung und dass alles gegeben wird, um die Bücher zu den Kunden zu bringen. Es gibt viele kreative Ideen und niemand steckt den Kopf in den Sand – trotz Ungewissheit und großer Sorge, wie alles weitergeht. Für den Buchhandel als Angebotsmarkt, der davon lebt, dass Bücher präsentiert und mitgenommen werden, ist das eine unglaublich schwierige Situation.