Ehren-Glauser für Nina George

Bester Kriminalroman: Jürgen Heimbach ausgezeichnet

20. April 2020
von Börsenblatt
Das Syndikat, der Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur, hat am Samstagabend in einer Online-Gala die diesjährigen Krimipreise verliehen. Die Glauser-Krimipreise sind insgesamt mit 12.000 Euro ausgezeichnet. Wer neben Jürgen Heimbach und Nina George ausgezeichnet wurde, lesen Sie hier.

Jürgen Heimbach wurde für seinen Roman "Die Rote Hand" (weissbooks.w) für den besten Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet. Die Glauser-Jury befand, dass Heimbachs Krimi noir um den Fremdenlegionär Arnolt Streich „mit seiner stark reduzierten und bildhaften Sprache eine dichte Atmosphäre erweckt. Er liefert messerscharfe Sätze, kalte Dialoge und banale Gewalt, aber keine klaren Antworten. Kein Buch zum Glücklichwerden, sondern zum Wachwerden.“

Nina George wurde für „ihren engagierten Einsatz für die Kriminalliteratur“ und für ihr „unermüdliches politisches Engagement“ der Ehren-Glauser überreicht. Nina George ist Präsidentin des Autorenfachverbands European Writers‘ Council und engagiert sich seit Jahren im Syndikat, bei der International Crime Writers‘ Association und bei den Mörderischen Schwestern.

 

Das Syndikat, der Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur, vergibt mit den Glauser-Preisen die höchstdotierten Autorenpreise für Werke deutschsprachiger Kriminalliteratur. Fast 500 Krimis wurden in den Kategorien Roman, Debüt, Kurz-, Jugend- und Kinderkrimi eingereicht. Auf die Nomibiertenliste haben es 23 Bücher geschafft. Die Preise wurden am Smastag, den 18. April in einer Online-Gala überreicht.

Die Glauser-Krimipreise im Überblick:

  • In der Kategorie „Roman“: Jürgen Heimbach für Die Rote Hand (weissbooks.w)
  • In der Kategorie „Debüt“: Lioba Werrelmann für Hinterhaus (Bastei Lübbe)
  • In der Kategorie „Kurzkrimi“: Sunil Mann mit der Watschenmann, in Blutige Lippe 3 (Ventura)
  • In der Kategorie „Jugendkrimi“: Wulf Dorn für 21 Dunkle Begleiter (CBJ)
  • In der Kategorie „Kinderkrimi“: Charlotte Habersack für Bitte nicht öffnen, Feurig (Carlsen)
  • In der Kategorie „Ehren-Glauser“: Nina George

 

Der Glauser – Krimipreis des Syndikats:
Die Glauser-Krimipreise sind die höchstdotierten Autorenpreise für Werke deutschsprachiger Kriminalliteratur. Zu den Preisträgern gehören unter anderem Martin Suter, Nina George und Horst Eckert. Er ist nach Friedrich Glauser benannt, der als Mitbegründer des deutschsprachigen Kriminalromans gilt.

Das Syndikat ist ein Verein zur Förderung deutschsprachiger Kriminalliteratur mit Rund 750 Autorinnen aus Deutschland, Österreich und Schweiz. Er ist die größte Vereinigung für Spannungsliteratur im deutschsprachigen Raum. Seit 30 Jahren organisiert der Verein die Criminale, ein Festival für Kriminalliteratur.