Das Buchhändler-Gen hatte Ute Hentschel schon ganz früh in sich. Bereits als Kind spielte sie mit ihrer besten Freundin »Bücher verkaufen«. So entdeckt Hentschel noch heute Bücher aus ihrer Kinderzeit, in denen mit Bleistift, Fantasie-Preise von damals zu finden sind. Heute hält sie sich natürlich stets an die Buchpreisbindung, denn seit 3,5 Jahren führt sie in Burscheid ihren eigenen Buchladen. Da sie in der kleinen Stadt bei Köln aufgewachsen und dementsprechend verwurzelt ist, kennt sie fast jeden Kunden, der in den Laden kommt. Für die wenigen, die sie (noch) nicht kennt ist ihre Mutter Sigrid Hentschel zuständig. Sie hilft regelmäßig im Laden aus. Als ehemalige Schulsekretärin ist auch ihr fast kein Gesicht unbekannt.
Kontakt mit ihren Kunden sucht Ute Hentschel sehr aktiv, denn sie organisiert bis zu 50 Veranstaltungen im Jahr. Dafür wird die Buchhandlung ausgeräumt, dann ist genug Platz vorhanden, etwa für eine Swing-Band. Viele Veranstaltungen werden auch mit lokalen Autoren gemacht. Ute Hentsch sieht ihre Buchhandlung als »kulturellen Treffpunkt« für Burscheid. Privat liest die Buchhändlerin natürlich gerne und viel. Auf ein bestimmtes Genre möchte sie sich dabei jedoch nicht festlegen. »Das hängt ganz von der Stimmung ab«, verrät sie. Im Deutschlandradio hat sie folgende Bücher empfohlen:
»Im Winter der Löwen« von Jan Costin Wagner findet sie besonders spannend (Eichborn, 287 Seiten, 17,95 Euro). Das Buch »Mit Kompass und Korsett- Reisende Entdeckerinnen« von Bärbel Arenz und Gisela Lipsky hält sie für lehrreich (ars vivendi, 163 Seiten 34 Euro). Als besonders schönes Buch empfiehlt sie »Der schönste erste Satz«, herausgegeben von der Initiative Deutsche Sprache (Hueber, 127 Seiten, 19,95 Euro). Und ihr persönliches Lieblingsbuch: »Rotkäppchen muss weinen« von Beate Teresa Hanika (S. Fischer, 223 Seiten, 12,95 Euro).
Eine Kooperation von BÖRSENBLATT und Deutschlandradio Kultur (buchempfehlungen@dradio.de)
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