Was Vater Gelberg 1971 mit seiner antiautoritären Kinderliteratur begann, ist längst Geschichte. Was geblieben ist und worüber er sich auch heute noch Gedanken macht, sind Lyrik und Märchen. Eben ist sein neuester Band „Märchen der Welt“ mit den Bildern von Nikolaus Heidelbach herausgekommen, eine weitere Anthologie ist in Arbeit. Generell hatte die Illustration für ihn immer einen besonderen Stellenwert, wie sich auch in der von Renate Raecke und Ralf Mauer für das Troisdorfer Museum konzipierten Ausstellung „Wie man Berge versetzt“ (bis 10. Oktober) zeigt.
Er sei noch immer ein großer Schatzsucher, lobte Verlegerin Marianne Rübelmann, jemand, der es verstehe, Leute zusammenzubringen. Ausstellungsmacherin Raecke ergänzte: Sein Engagement für eine neue Kinderlyrik ginge soweit, dass er auch selbst Gedichte verfasst und sie in einer seiner Anthologien unter dem Pseudonym Hans Debray veröffentlicht habe. Über ein besonderes Geschenk freute sich Maria Linsmann, Leiterin der Troisdorfer Einrichtung: Sie durfte das umfangreiche Archiv des früheren Verlagsleiters von Beltz & Gelberg für ihr Haus in Empfang nehmen.
Überhaupt Geschenke: Viele der weit über hundert, aus allen Teilen Deutschlands, Österreich und der Schweiz herbeigeströmten Gäste traf man mit kleinen Paketen in der Hand als Ausdruck ihrer persönlichen Beziehung zu Gelberg und in Erinnerung an eine schöne Zusammenarbeit an. Mit dabei waren Mirjam Pressler, Jutta Bauer, Jürg Schubiger, Nikolaus Heidelbach, Rotraut Susanne Berner und und und ... . Ein weiteres Geschenk machte der Verlag den Gästen: Jeder bekam den zur Ausstellung erschienenen, reizvoll bebilderten Katalog, der einen Überblick über das Gelbergsche Schaffen vermittelt.