Börsenverein

Gedenktag der Bücherverbrennung: Börsenverein fordert Meinungsfreiheit weltweit

9. Mai 2011
Redaktion Börsenblatt
Am 10. Mai jährt sich der Tag der Bücherverbrennung im Nationalsozialismus zum 78. Mal. Der Börsenverein betont aus diesem Anlass die weltweite Bedeutung des Grundrechts der freien Meinungsäußerung.

In vielen Städten Deutschlands landeten am 10. Mai 1933 Bücher von Lion Feuchtwanger, Sigmund Freud, Erich Kästner, Heinrich Mann, Kurt Tucholsky, Arnold Zweig und anderen Autoren in den Flammen. Damit wurde ein wichtiger und großer Teil der deutschen Kultur zerstört, so die Pressemitteilung des Börsenvereins. Die Bücherverbrennung war ein Signal für viele Schriftsteller, Deutschland zu verlassen und ins Exil zu gehen.
 
Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, betont aus Anlass dieses Tages die Bedeutsamkeit des Grundrechts der freien Meinungsäußerung: "Die Freiheit des Wortes ist für viele Menschen immer noch ein Traum – und der Einsatz dafür wichtiger denn je. Das zeigen nicht zuletzt auch die Freiheitsbewegungen in den arabischen Staaten."

Erst vor wenigen Wochen habe die Internationale Verleger Union (IVU) in einem offenen Brief an den Menschenrechtskommissar der Vereinten Nationen, Navanethem Pillay, auf die Verfolgung und Unterdrückung der Kolleginnen und Kollegen in Iran hingewiesen. "Es ist von großer Dringlichkeit, dass wir uns auch heute für dieses Grundrecht einsetzen, wo immer es bedroht ist", so Honnefelder.