Der Gesamtindikator für den Juli sank damit laut Gfk-Studie nur marginal gegenüber dem Juni-Wert (5,6 Punkte). Dagegen fällt die Konjunkturerwartung der Verbraucher im Juli mit einem Minus 5,7 Punkten gegenüber dem Vormonat etwas deutlicher ab. Der Zähler liegt mit einem Wert von 44,6 allerdings noch knapp 8 Punkte über demjenigen aus dem Juli 2010. Laut GfK haben die Diskussionen um die griechische Schuldenkrise sowie die Befürchtung, dass weitere Euro-Länder ein ähnliches Schicksal droht, "dem ausgeprägten Konjunkturoptimismus der Bundesbürger im Sommer dieses Jahres einen Dämpfer beschert".
Ebenfalls gefallen ist im Juli der Wert der Einkommenserwartung (minus 10 Punkte), weitaus geringer dagegen derjenige der Anschaffungsneigung (minus 1 Punkt). Letzterer konnte im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 Punkte zulegen. Einen Grund sieht die GfK in der "erfreulichen Arbeitsmarktentwicklung" in Deutschland.
Die GfK rechnet für den privaten Konsum in diesem Jahr daher weiterhin mit günstigen Aussichten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes seien die realen privaten Konsumausgaben im ersten Quartal im Jahresvergleich um 1,9 Prozent gestiegen.
Für die Konsumklima-Studie werden monatlich rund 2.000 Verbraucher befragt.
GfK-Konsumklimastudie
27. Juli 2011
Die Schuldenkrise in Europa wirkt sich weiter auf die Konsumfreude der Bundesbürger aus. Als revidierten Gesamtindikator des Konsumklimas berechnet die GfK für Juli einen Wert von 5,5 Punkten; als Prognose für den August gibt das Institut 5,4 Punkte an.