Frühlingsrekorde in Leipzig: Gut 1.000 Einzelaussteller (plus acht Prozent) und 69.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche (plus drei Prozent) meldet die Leipziger Buchmesse in diesem Jahr (15. bis 18. März). Die Verlage warten dabei mit 2.600 Veranstaltungen, mit 2.780 Autoren und Mitwirkenden auf. Gibt es da noch genug Aufmerksamkeit für alle?
Offenbar ja. Leipzig ist anders, hier findet jeder sein Publikum: Das meinen jedenfalls 60,0 Prozent von 223 boersenblatt.net-Lesern, die sich bis Donnerstag Nachmittag (15. März) an unserer entsprechenden Online-Umfrage beteiligt haben. Was für gute Stimmung in den Leipziger Messehallen spricht.
Doch die Verlage haben es derzeit nicht leicht, wie Börsenvereins-Vorsteher Gottfried Honnefelder in seiner Eröffnungsrede im Gewandhaus betonte. Die aktuelle Lesart mache aus Verlegern "Angehörige einer Contentmafia", das ACTA-Abkommen werde von Kritikern als erster Schritt zum Überwachungsstaat im Internet definiert, so Honnefelder. Dabei gilt aus seiner Sicht: "Der Schutz des Urheberrechts und der freie Zugang zu Informationen sind zwei Anforderungen, die sich ergänzen, nicht widersprechen."
Weder verhindere das Urheberrecht den freien Zugang zu Informationen, noch seien Informationen garantiert weltweit zugänglich, wenn sie nicht mehr dem Urheberrecht unterlägen: "Gleichzeitig bedeutet 'free' nicht 'kostenfrei' – das wäre ein Übersetzungsfehler."
Aktuelles von der Messe auf boersenblatt.net im Dossier zur Leipziger Buchmesse.
Die Kommentare sind nur für registrierte Benutzer sichtbar. Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich, wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben.