Hörspiel: Karl-Sczuka-Preis

Mit ”Bodybuildung" zum Erfolg

6. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
Der Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst des Südwestrundfunk (SWR) geht in diesem Jahr an die Berliner Künstler und Musiker Boris Baltschun und Serge Baghdassarians für das Stück "Bodybuilding". Den Förderpreis erhält Jan Jelinek.
Die beiden Künstler für ihr gemeinsames Radiostück "Bodybuilding" ausgezeichnet. Das Preiswerk, eine Produktion von Deutschlandradio Kultur, wurde am 17. Juni 2011 gesendet. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 12.500 Euro verbunden.

In ihrer Begründung schreibt die Jury: "Was als Soundscape eines Spaziergangs in Rio de Janeiro beginnt, verwandelt sich in ein Werkstattgespräch im Studio, in dem die beiden Künstler das zuvor gehörte Material analysieren und rekomponieren. Klänge und Geräusche verschwinden zunehmend hinter Regieanweisungen und Kommentaren der Autoren, woraufhin in einer weiteren verblüffenden Wendung ein Moderator eine detaillierte audiovisuelle Beschreibung des Soundscapes gibt. Seine aberwitzigen Abschweifungen evozieren ein Klangtheater in der Imagination der Hörer. Die Jury war begeistert vom virtuos-ironischen Umgang mit der Form des Soundscapes als Reisebericht, mit Radiophonie und Radioformaten."

Der mit 5.000 Euro dotierte Karl-Sczuka-Förderpreis wird an Jan Jelinek für seine Studioproduktion "Kennen Sie Otahiti?" vergeben. Eine Live-Version des Stücks kam am 17. Januar 2012 in SWR2 zur Ursendung.

Der international renommierte Karl-Sczuka-Preis wird jährlich an die "beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt", verliehen. In diesem Jahr wurden 69 Wettbewerbsbeiträge aus 16 Ländern eingereicht. Die Preisverleihung findet am 21. Oktober als öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2012 statt.