Treffen der AG Regionalbuch

Impulse für den Buchhandel

10. Oktober 2012
Redaktion Börsenblatt
Gemeinsame Formate, Non-Books und Druckereien: Die Regionalbuch AG hat sich heute auf der Buchmesse getroffen. Ihr Ziel: Wirtschaftlich enger zusammenarbeiten und dem Buchhandel durch Regionalia Impulse zu geben.

Vor einem Jahr haben sich die sechs Verleger zum ersten Mal getroffen und überlegt, welche Synergien sie herstellen können. "Wir sind keine direkten Konkurrenten, jeder von uns kümmert sich inhaltlich um eine bestimmte Region - warum also sollten wir nicht überlegen, was wir gemeinsam tun können?, erläutert beb.ra-Verleger Ulrich Hopp. "Wir sind mehr als nur eine Erfa-Gruppe" betont Klartext-Verleger Ludger Claßen, "wir wollen wirtschaftlich zusammenarbeiten. Die Verleger glauben, dass der Buchhandel Impulse durch regionale Titel gut gebrauchen könne: "Die Leute identifizieren sich mit einer Region, Regionalia funktionieren als Geschenk,und wir verkaufen in manchen Buchhandlungen ja mengenmäßig mehr regionale Einzeltitel als die 'normalen' Bestseller", erklärte Claßen, "-aber bundesweit würden wir nie auf die Charts kommen, nur in der jeweiligen Region", ergänzte Hopp.

Das Ziel: "Jede Region sollte in der Regionalbuch AG vetreten sein. Die sechs Verleger - Eva Maria Buchholz (Hinstorff), Ulrich Hopp (be.bra), Horst Temmen (Edition Temmen), Roman Pliske (Mitteldeutscher Verlag), Ludger Claßen (Klartext), Titus Häussermann (Silberburg Verlag)  – wollen  gezielt Kollegen anderer Regionalverlage ansprechen. Die Verleger prüfen derzeit, wie sie gemeinsame Formate entwickeln können, gemeinsam Aufträge für Druckereien und Non-Books produzieren könen. Im Kleinen fangen die Kooperationen an, so haben Klartext und beb.ra bereits zuammen einen Illustrator beschäftigt.

Beim Treffen war auch Buchändler Michael Riethmüller von RavensBuch in Ravensburg dabei, der im Vorstand der buy-local-Initiative ist. Mit den buy-local-Händlern wollen sich die Verlage zusammenzutun. Riethmüller bekräftigt: "Gut aufgestellte Buchhandlungen brauchen Farbe, und dazu gehören Regionalia, um sich vom Einheitsbrei mancher Ketten zu unterscheiden."