Wie das Bochumer Krimi Archiv mitteilt, wählte die aus Krimikritikern und Krimibuchhändlern zusammengesetzte Jury den Münchner Autor Friedrich Ani mit "Süden und das heimliche Leben" (Knaur) auf Platz 2; Platz 3 in der Kategorie National belegt der Berliner Autor Oliver Bottini mit "Der kalte Traum" (DuMont).
Der Roman der ersten Preisträgerin in der Kategorie International, Sara Gran, erschien im amerikanischen Original unter dem Titel "Claire deWitt and The City of the Dead" und wurde von Eva Bonné für Droemer ins Deutsche übersetzt.
Die Plätze 2 und 3 bei den internationalen Preisträgern belegen Helon Habila mit "Öl auf Wasser" (Verlag Das Wunderhorn; Original: "Oil on Water"; Deutsch von Thomas Brückner) und Donald Ray Pollock mit "Das Handwerk des Teufels" (Liebeskind; Original: "The Devil all the Time"; Deutsch von Peter Torberg).
Der deutsche Krimi Preis ist nicht dotiert. Eine öffentliche Preisverleihung findet in diesem Jahr laut Krimi Archiv nicht statt.
Merle Kröger erzählt in "Grenzfall" die Geschichte der rumänischen Wanderarbeiterin Adriana, die nach Deutschland reist, um den Mörder ihres Vaters zu suchen. Der kam 1992 im deutsch-polnischen Grenzgebiet ums Leben. Jurymitglied Ulrich Noller über den Roman und die Autorin: "»Grenzfall« ist einer der unkonventionellsten Krimis der vergangenen Jahre: geboren aus der Recherche zu einem Dokumentarfilm, realistisch und authentisch, zugleich doch hochfiktional; formal experimentierfreudig, multipolar und vielperspektivisch; lebendig und voller Leben – am Ende möglicherweise sogar mit utopischem Potential. Ein Politkrimi? Gesellschaftsportrait? Abenteuerroman? In jedem Fall: Ein Wurf, das Buch einer wagemutigen Autorin."
Ein kurzes Porträt der Autorin lesen Sie in unserem Spezial Börsenblatt Krimi & Thriller (2/2013).