„Wertigkeit ist gefragt“, meinte Reichstein. Die Zielgruppe seien heute selbstbewusste Käufer, die im Durchschnitt über ein Taschengeldvolumen von 300 Euro verfügten, das bis zu 1000 Euro hoch gehe. Kommunikationswege und Erreichbarkeit funktionierten beim Nachwuchs anders: Inzwischen besitzen laut einer Bravo-Studie 9 von 10 Jugendlichen ein Smartphone, „und auch hier liegen die Mädchen vorn“.
Auch der italienische Kinderbuchmarkt ist vom Klagen weit entfernt: 2013 ist er um 3,1 % gewachsen, wie Nielsen für den italienischen Verlegerverband errechnet hat. Das wird im krisengeschüttelten Land als Hoffnungszeichen gewertet. Als Virginio Merola, Bürgermeister von Bologna, und Buchmessepräsident Duccio Campagnoli am Samstag „La settimana del libro e della cultura per i ragazzi“ (Die Woche des Buches und der Kultur für die Jugend) eröffneten, sahen sie in ihr „nicht nur ein großes Fest des Buches für junge Leser, sondern auch eine starke Bestätigung des Buchs als wesentlichen Hebel für das Wachstum unseres Landes“. Die Woche steht unter dem Motto „Non ditelo ai grandi“ (Sagt es bloß nicht den Großen!). Dafür wurde seit Bestehen der Internationalen Jugendbuchmesse zum ersten Mal eine Halle für das junge Publikum geöffnet: eine fantastische Landschaft mit Spielkarten, die sich auf fiktive Charaktere, Könige, Ritter und Gaukler beziehen.
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