Stark Verlag gibt Lehrerinformationsgeschäft an Klett

Konzentration auf Bereich Lernhilfen

Die Ernst Klett AG will das Lehrerinformationsgeschäft des Stark Verlags übernehmen. Klett hat dafür den „mittelbaren Erwerb wesentlicher Vermögensteile der Stark Verlag GmbH“ beim Bundeskartellamt angemeldet. Im Gegenzug will der Stark weiter in Richtung Prüfungsvorbereitung und Lernhilfen für Schüler wachsen.

Im Verbund mit Pearson, weltgrößter Bildungsverlag und Eigentümer des in Hallbergmoos beheimateten Traditionsunternehmens, will der Stark Verlag im kommenden Jahr weiter in Richtung Prüfungsvorbereitung und Lernhilfen für Schüler wachsen. In diesem Segment ist der Verlag nach eigenen Angaben Marktführer in Deutschland.

„Innerhalb der Pearson Gruppe verfügen wir wahrscheinlich über das größte Knowhow bei Produkten zur Prüfungsvorbereitung, Lernhilfen und Nachhilfedienstleistungen. Diesen Erfahrungsschatz werden wir bei den Stark Produkten - auch im Bereich der Digitalisierung - künftig noch konsequenter nutzen“, sagt Niels Herrmann, Geschäftsführer Pearson Deutschland.

 „Wir beabsichtigen die Bereiche Lehrer-Materialien zur Unterrichtsvorbereitung sowie Aulis-Zeitschriften und -Bücher an zwei Tochterunternehmen der Klett Gruppe, die Dr. Josef Raabe Verlags GmbH sowie die Friedrich Verlag GmbH, voraussichtlich mit Wirkung zum 31. Januar 2017 zu übergeben – vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden. Zum Verkauf dieses Geschäftsbereichs haben wir uns nicht ohne Emotionen entschlossen, doch wir wollen uns noch stärker auf das Konzernportfolio konzentrieren und gewinnen mit diesem Schritt zusätzliche Möglichkeiten für weitere Investitionen in unsere Kern-Produktzweige“, so Hermann.

Dem Verlag liege sehr viel daran, dass die Loseblatt-Sammlungen zur Unterrichtsvorbereitung sowie das Aulis-Portfolio außerhalb des Stark Verlags nach Möglichkeit sehr gute Entwicklungsperspektiven bekommen.

Entlassungen angekündigt

Im Zuge der Fokussierung und der Vereinfachung interner Prozesse im Stark Verlag plant Pearson darüber hinaus, Logistik-Dienstleistungen an einen deutschen Drittanbieter im Full-Service-Bereich auszulagern, „um dem Kunden einen modernen, schnellen und umfassend verfügbaren Service zu bieten“, so der Verlag in einer Pressemitteilung. Mit diesem Schritt sollen die Rentabilität gesteigert und die Organisation personalintensiver Dienstleistungen wie Verpackung und Versandlogistik an ein darauf spezialisiertes Unternehmen weitergegeben werden.

„Auch hier trennen wir uns von einem Stück Tradition für unser Unternehmen. Leider sind von dieser Entscheidung auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Lager betroffen, die wir nicht weiterbeschäftigen können. Jedoch sind wir sicherlich eines der letzten Verlagshäuser in Deutschland, die diesen Schritt tun. Aber er macht auch und gerade für unser Produktportfolio Sinn“, so Hermann.

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