Ab Herbstprogramm 2019

Hanser lässt die Folie weg

Auch der Hanser Verlag verzichtet auf das Einschweißen von Büchern: Ab dem Herbstprogramm 2019 werden die Titel der Münchner (weitgehend) ohne Plastikfolie ausgeliefert.

© Nicole Hoehne

Lediglich hochpreisige Bände mit besonderer Ausstattung sollen weiterhin foliert werden, wie der Verlag mitteilt. "Plastikfolien sind für Handel und Umwelt eine leidige Sache. Wenn möglichst viele Verlage mitziehen, haben wir jetzt eine gute Chance, die Umstellung hinzubekommen – und die notwendige Umgewöhnung gleich mit", so Verleger Jo Lendle.

Der Verzicht auf das Einschweißen gilt für die Buchproduktion der Literaturverlage und des Fachverlags.

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4 Kommentar/e

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  • Klaus-Eckard Heinrich

    Klaus-Eckard Heinrich

    Gott sei Dank hört das Einschweißen von Büchern auf.
    Das Geheule der Kunden werden wir dann ca. ein Jahr ertragen müssen,
    aber dann haben wir es überstanden.

  • Harald Kraft

    Harald Kraft

    Ich finde dies eine sehr gute Ansage vom Hanser Verlag, dass "hochpreisige Bücher mit besonderer Ausstattung weiterhin foliert werden sollen" .
    Hanser setzt damit ein Zeichen, aber er geht mit den anderen Verlagen mal diesen Weg mit und ist bei der Umstrukturierung seiner anderen kommenden Novitäten, ab Herbst 2019 ohne Folie anzubieten, dabei.
    Jedenfalls sollte es von den Verlagen da noch einen gewissen Vorlauf geben, bis sich das Ganze etwas bewährt oder durchgesetzt hat.
    Gefragt sind letztendlich die Leser/-innen, wie sie dazu stehen, ein Buch mit einer Folie zu kaufen oder ohne.
    Am Buchpreis der Bücher wird sich sicher da nichts ändern.
    Eine andere Frage ist der Aspekt bei der Ästhetik eines Buches.
    Gewiss wird es auch kritische Leser/-innen geben, die eben auch gerne noch ein Buch als Geschenk kaufen wollen und dieses in einer Folie verpackt hätten.
    Da kommt es jetzt auf die Flexibilität der Verlage an.
    Werden die Bücher alle ohne Folie den Buchhandlungen angeboten werden? Und gibt es doch noch eine kleinere Nische, wo ein kleinerer bestimmter Kundenkreis auch Bücher in den Buchhandlungen noch mit Folie verpackt bekommen wird?
    Dafür könnte es noch eine Testphase der Verlage geben, um einen Spielraum zu haben, bis eine klare Linie auch in den Buchhandlungen gesehen wird, was nun eigentlich bei verschiedenen Leserkreisen ankommt und wie diese auf Bücher mit und ohne Folie reagieren.
    Verlage und Buchhandlungen sollten da einmal beweisen, dass sie ein sogenanntes gutes Händchen in ihren Überlegungen haben werden.
    Bis die Bücher alle ohne Folie in naher Zukunft durch die Verlage an die Buchhandlungen verkauft werden, muss es noch ein Umdenkungsprozess geben und dieser sollte die Kunden als Leser/-innen in die Entscheidungsfindung einbinden.
    Der Käufer in den Buchhandlungen ist der Leser und es sind jedenfalls sie, die durch ihre Ablehnung oder Zustimmung auch etwas unterschwellig das Verpacken eines Buches mit einer Folie (oder nicht) beeinflussen können.
    Es wäre etwas fatal, wenn Verlage in einem Schnellverfahren darüber ganz schnell bestimmen würden, dass ab einem bestimmten Datum es nur noch Bücher ohne Folie gibt.
    Und deshalb sollte es zunächst dafür eine Art von einem Übergang geben, damit die Verlage und Buchhandlungen sehen, was bei den Leser/-innen ankommt und wie sie auf die Forderung der Verlage reagieren, die Bücher nur noch ohne Folie an die Buchhandlungen auszuliefern.

  • If

    If

    "Das Geheule der Kunden...", wer so über seine Klientel spricht, braucht sich über gar nichts mehr zu wundern.

    Wie wäre es denn, stattdessen die gute Tat zum Umweltschutz gemeinsam zu feiern? Z.B. bei einem Tässchen Kaffee aus dem Mehrwegbecher?

    Der Kunde ist übrigens viel schlauer als so mancher Händler in seinem Elfenbeinturm es glauben mag.

  • st

    st

    Wenn die Verlage ihre Bücher nicht uneingeschweißt anbieten, kann der Kunde gar nicht entscheiden, ob er das Buch lieber ohne Folie kaufen würde, wenn er genau dieses eine Buch haben möchte, welches dann aber eingeschweißt ist. Soviel zur Macht des Kunden. Hier müssen die Unternehmen die Verantwortung übernehmen. Man kann nicht immer alles auf den Verbraucher schieben.

    Weiter so Verlage, in dieser Welt voll Plastikmüll ist der Verzicht die richtige Entscheidung!

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