Branchen-Monitor Buch für die Adventszeit

Tage der Entscheidung

In der Kalenderwoche 51 nach dem dritten Advent haben die Umsätze über alle Vertriebswege kräftig angezogen und das Vorjahrsniveau um 4,5 Prozent getoppt. Unter dem Strich der Wochen 49 bis 51 steht nun ein Plus von 1,3 Prozent. Details aus dem Handelspanel von Media Control. CHRISTINA SCHULTE

Die Prognose der Buchhändler hat sich bewahrheitet: Das Weihnachtsgeschäft nimmt immer später richtig Fahrt auf. Und so war es die Kalenderwoche 51 nach dem dritten Advent, in der der Schalter umgelegt wurde. Mit einem Plus von 4,5 Prozent über alle Vertriebswege hinweg ließ jene Woche die Kassen kräftig klingeln. Zweistellige Steigerungs­raten bescherten Freude, etwa bei den Kinder- und Jugend­büchern (plus elf Prozent) oder bei den Sachbüchern: gar plus 15 Prozent. Selbst die Belletristik, die die Wochen zuvor im Minus verharrte, streckte sich mit einem Plus von 0,5 Prozent mal wieder in den grünen Bereich. Die Kunden ließen sich nicht lumpen, kauften Hardcover und sorgten bei dieser Editionsform für einen Zuwachs von 7,3 Prozent.

Die Sortimenter vor Ort profitierten ebenfalls von der Kauflaune, wenngleich ihr Plus der Kalenderwoche 51 mit 2,3 Prozent nur etwa halb so groß ausgefallen ist. Auch im stationären Buchhandel waren es Kinder- und Jugendbücher, die besonders gern genommen wurden und 7,7 Prozent hinzugewannen. Sachbücher legten mit einem Anstieg um 13,4 Prozent die beste Entwicklung vor.

Mit ihrer starken Performance schaffte es die Kalenderwoche 51, die Gesamtbilanz der Wochen 49 bis 51 zum Positiven zu wenden: Plus 1,3 Prozent lautet das Ergebnis jener Dezemberwochen für alle Absatzkanäle zusammen. Ausschlaggebend dafür waren etwa die gestiegenen Hardcoververkäufe (plus 4,1 Prozent) – und bei den Warengruppen die Kinder- und Jugendbücher, die um 6,5 Prozent nach oben kletterten sowie die Sachbücher, die mit 10,6 Prozent über sich hinauswuchsen.

Erfreulich zeigte sich auch die Preisentwicklung: 14,09 Euro kostete ein Buch im Durchschnitt, das sind 1,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (13,84 Euro). Der Absatzrückgang hielt sich in der Drei-Wochen-Betrachtung in Grenzen und betrug 0,5 Prozent.

Im stationären Buchhandel für sich genommen reichte die Kalenderwoche 51 nicht aus, den bis dato aufgelaufenen Umsatzrückgang zu kompensieren, und so schlägt für die Wochen 49 bis 51 ein Minus von 0,8 Prozent zu Buche. Verluste gehen etwa auf das Konto der Taschenbücher (minus 5,1 Prozent) oder auch der Belletristik, die ihren Vorjahreswert um 3,5 Prozent verfehlt hat. Glücklicherweise gibt es auch im Buchhandel vor Ort Unterstützung durch die höheren Bücherpreise. 14,14 Euro war den Kunden ein Buch im Durchschnitt wert (2017: 13,91 Euro). Die Absätze allerdings gaben um 2,4 Prozent nach.

Lesen Sie dazu eine Umfrage unter Buchhändlern im aktuellen Heft Nr. 1.

Detaillierte Zahlen zur Umsatzentwicklung der Formate und Warengruppen sowie die jeweiligen Durchschnittspreise finden Sie in der Übersicht, die unter dieser Meldung als PDF-Download zur Verfügung steht. Mit Zahlen sowohl für den Buchhandel über alle Absatzwege als auch für den Sortimentsbuchhandel separat betrachtet.

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1 Kommentar/e

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  • Harald Kraft

    Harald Kraft

    Die hier genannten Zahlen der Umsatzentwicklung noch kurz vor Weihnachten im Buchhandel sind trotzdem nicht so gewaltig, wie dies schon einmal in viel früheren Jahren gewesen ist.
    Zudem sollte man bei allen Hochrechnungen auch sehen, dass es da die großen Filialisten, mittelgroße und dann kleine Buchhandlungen gibt.
    Und von dieser Betrachtung ist sicher ein Unterschied da, den man sehen muss.
    Gewiss haben die Leser/-innen da auch beim Kauf der Bücher ihre Sparten, wie Kinderbücher, Neuerscheinungen, Taschenbücher und auch einmal eine Sonderausgabe von einem Buch, die man eben nur zu Weihnachten oder zum Geburtstag verschenkt.
    Trotzdem sollte sich der stationäre Buchhandel auf weitere Veränderungen im Jahr 2019 einstellen.

    • ...

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