Elisabeth Åsbrink erhält den Ryszard Kapuściński-Preis

Beste literarische Reportage

Die schwedische Journalistin Elisabeth Åsbrink ist mit ihrem Buch "Und im Wienerwald stehen noch immer die Bäume" (Arche Verlag) mit dem polnischen Ryszard Kapuściński-Preis für die beste literarische Reportage ausgezeichnet worden.

Das Buch erzählt die Geschichte des jüdischen Jungen Otto Ullmann, der als 13-Jähriger im Jahr 1939 auf der Flucht vor den Nazis von Wien nach Schweden ausreisen durfte. Der Dokumentarroman basiert auf 500 Briefen, die Ottos Eltern ihm in sein schwedisches Exil schrieben. "Die Art und Weise, in der die Autorin die jüngere, so schlimme Vergangenheit Europas wachruft, sensibilisiert den Leser für ein Drama, dass sich vor unseren Augen abspielt: das Drama der Flüchtlinge in unserer heutigen Zeit", urteilte die Jury.

Zur Veröffentlichung in Schweden im August 2011 erregte das Buch große Aufmerksamkeit, weil darin bisher unbekannte Fakten zu IKEA-Gründer Ingvar Kamprad ans Licht kamen: Elisabeth Åsbrink war bei der Durchsicht alter Akten darauf gestoßen, dass Ingvar Kamprad als junger Erwachsener Mitglied der schwedischen Nazipartei gewesen war. Trotz seiner antisemitischen Gesinnung freundete sich Kamprad mit dem Juden Otto Ullmann an, wie der Arche Verlag mitteilt.

Der Ryszard Kapuściński-Preis ist mit 50.000 Zloty (rund 12.000 Euro) dotiert.

Elisabeth Åsbrinks Dokumentarroman "Und im Wienerwald stehen noch immer die Bäume" wurde mit dem schwedischen Sachbuchpreis August ausgezeichnet. Auf Deutsch ist das Buch im März dieses Jahres im Arche Literatur Verlag erschienen.

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