Jahresbilanz von HarperCollins

US-Verlag verdient mehr

Der US-Verlag HarperCollins, eine Tochter der News Corp., hat im Geschäftsjahr 2017 (bis 30. Juni) 1,6 Millarden Dollar (ca. 1,4 Mrd. Euro) erwirtschaftet, damit 0,6 Prozent oder 10 Millionen Dollar weniger als im Jahr zuvor. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBITDA) legte jedoch um rund acht Prozent auf 199 Millionen Dollar zu.

Die Bilanzmitteilung der News Corp. spricht zwar von einem starken Abschneiden bei Frontlist- und Backlisttiteln, nennt "Hillbilly Elegy" von J.D. Vance, "The Magnolia Story" von Chip und Joanna Gaines sowie "Jesus Calling" und "Jesus Always" von Sarah Young − aber das hätte den Erfolg des Topsellers "Go Set a Watchman" von Harper Lee im Jahr zuvor nicht komplett ersetzen können. Zudem hätten sich negative Währungseffekte und eine zusätzliche Verkaufswoche im Geschäftsjahr 2016 auf die Umsatzbilanz ausgewirkt.

Positiv entwickelt habe sich das Auslandsgeschäft: CEO Brian Murray erklärte gegenüber "Publishers Weekly", dass das nicht-englischsprachige Programm am Jahresende rund 10 Prozent zum Gesamtumsatz beitragen werden. Zudem halte man im internationalen Bereich nach strategischen Zukäufen Ausschau.

Ein Blick nach Deutschland: Im Geschäftsjahr 2016 (1.7.2015 − 30.6.2016) hatte HarperCollins Germany Umsatzerlöse in Höhe von 22,4 Millionen Euro erzielt, wie der letzte im Bundesanzeiger veröffentlichte Jahresabschluss zeigt. Der Jahresüberschuss lag bei 1,4 Millionen Euro. 

Das Digitalgeschäft (Hörbuch-Downloads und E-Books) sorgte für 19 Prozent des Umsatzes auf dem Publikumsmarkt, wie im vorigen Geschäftsjahr. Laut Brian Murray waren die reinen E-Book-Verkäufe jedoch rückläufig, das würden aber die gestiegenen Printverkäufe wieder ausgleichen. Insofern richte man das Augenmerk auch auf neue, ergänzende Vertriebswege im Einzelhandel für Printprodukte.

Das Geschäftsjahr 2017 (bis 30. Juni):

  • Umsatz: 1.636 Millionen Dollar (Vorjahr: 1.646 Millionen Dollar)
  • EBITDA: 199 Millionen Dollar (Vorjahr: 185 Millionen Dollar)

Mit der Jahresbilanz veröffentlichte das Unternehmen auch die HarperCollins-Zahlen für das vierte Quartal (April bis Juni 2017):

  • Umsatz: 407 Millionen Dollar (minus 6 Prozent zum Vorjahreszeitraum)
  • EBITDA: 39 Millionen Dollar (Vorjahreszeitraum: 50 Millionen Dollar)

Die Bilanz führt neben den bereits oben genannten Gründen für den Umsatzrückgang im vierten Quartal auch den geringeren Absatz im Kinderbuchsegment an. Jedoch hätten Bestseller wie "Dragon Teeth" von Michael Crichton oder "The Force" von Don Winslow das Umsatzminus etwas abgeschwächt. Das Digitalgeschäft sorgte im Quartal für 20 Prozent der Einnahmen auf dem Publikumsmarkt (Vorjahresquartal: 19 Prozent).

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